Grüne fordern Einführung von «Steuerdetektiven»
Aktualisiert

Grüne fordern Einführung von «Steuerdetektiven»

Die Zürcher
Grünen fordern
die Einführung
von «Steuerdetektiven».
Diese sollen ermitteln
wie Sozialinspektoren.

von
Marco Lüssi

Was unehrlichen Armen droht, soll auch schummelnden Reichen blühen: Die Grünen wollen nach dem Vorbild der Sozialdetektive «Steuerdetektive» einführen. Das fordern sie in einem Vorstoss, den sie im Kantonsparlament eingereicht haben. Steuerhinterziehung sei genauso verwerflich wie Sozialhilfemissbrauch, sagt Kantonsrat Ralf Margreiter. Und: «Steuerhinterziehung zu bekämpfen ist deutlich einträglicher als der Kampf gegen den Sozialhilfemissbrauch.»

Steuerdetektive müssten bei jedem begründeten Verdacht ermitteln können, so Margreiter. Als Beispiel nennt er Personen, die in der Stadt Zürich leben, sich dort aber nur als Wochenaufenthalter registrieren und offiziell in einer steuergünstigeren Gemeinde angemeldet sind: «In solchen Fällen sollten die Detektive anhand von Strom- oder Gasrechnungen prüfen dürfen, wo der Verdächtige wirklich lebt.»Beim kantonalen Steueramt gibt es bereits heute eine Abteilung mit 20 Mitarbeitern, die sich ausschliesslich mit Steuerhinterziehungsverfahren befassen. «Eine eigentliche Steuerfahndung haben wir jedoch nicht», sagt Amtsdirektor Adrian Hug.

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