Grüne mit unterschiedlichen Farbtupfern
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Grüne mit unterschiedlichen Farbtupfern

In der Zentralschweiz gibt es einzig im Kanton Luzern eine grüne Partei, die zur Grünen Partei Schweiz gehört.

Es gibt aber mehrere eigenständige ökologische Bewegungen. Das Grüne Bündnis Luzern (GB) ging 1987 aus einer Öffnung der Progressiven Organisationen (Poch) hervor. Das GB ist im Nationalrat mit Cécile Bühlmann vertreten, welche auch Fraktionschefin der Grünen ist. In der Stadt Luzern stellt es einen Stadtrat (Exekutive).

Im Kanton Schwyz gab es eine zeitweise recht erfolgreiche grüne Partei, das «Kritische Forum Ibach» (KFI). Erster grüner Kantonsrat wurde 1980 der heutige Caritas-Direktor Jürg Krummenacher. 1999 löste sich die grüne Partei auf.

Ökoliberale im Kanton Schwyz

Im letzten April wurde in Freienbach wieder eine grüne Partei gegründet. Die «Ökoliberalen Schwyz» siedeln sich, wie Verena Dieners Splitterpartei in Zürich, nicht links, sondern rechts der SP an. Sie zählt allerdings nur drei Mitglieder, wie Parteimitglied Anna Jehli am Dienstag auf Anfrage erklärt.

Nebenbei: Als Revisor der Ökoliberalen Schwyz fungiert der Zürcher Nationalrat Martin Bäumle, Co-Interimspräsident der neuen Grün-Liberalen Partei Zürich.

Die «Grüne Bewegung Uri» und das «Demokratische Nidwalden» (DN) haben bei der Grünen Partei Schweiz nur Beobachterstatus. Die Urner Bewegung ging aus dem «Kritischen Forum Uri» hervor. Ihre führenden Köpfe sind Alf Arnold, Geschäftsführer der Alpeninitiative, und Armin Braunwalder, bis zum 1. Juli 2004 Geschäftsleiter der Schweizerischen Energiestiftung.

Das DN wurde 1982 als Alternative zur CVP und FDP gegründet. Es trat mit dem Ziel an, ein alte Demokratie zu demokratisieren. Einen Erfolg erzielte es mit dem Widerstand gegen ein Atomlager im Wellenberg. Das DN ist mit Leo Odermatt in der Regierung vertreten.

Freunde

Von den Grünen als «befreundete Organisation» bezeichnet wird die Zuger «Sozialistisch-Grüne Alternative» (SGA). Diese ging aus der «Revolutionären Marxistischen Liga» hervor. Die SGA stellt je einen Regierungs- (Hanspeter Uster) und Nationalrat (Jo Lang, grüne Fraktion).

In Obwalden gab es zwischen 1992 uns 1998 das «Demokratische Obwalden», das aus drei lokalen Wählergruppen hervorgegangen war. Das «Demokratische Obwalden» ging teilweise in die neu gegründete SP Obwalden über.

(sda)

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