Grüne wollen in den Bundesrat
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Grüne wollen in den Bundesrat

Der Vorstand der Grünen hat sich am Wochenende für eine Bundesratskandidatur ausgesprochen - am liebsten bereits bei den kommenden Wahlen vom 12. Dezember. Darüber müssen aber erst noch die Delegierten befinden.

Der Entscheid fiel mit grosser Mehrheit, wie Hubert Zurkinden, Generalsekretär der Grünen am Sonntag auf Anfrage sagte. Der Vorstand wolle, dass die Partei am 12. Dezember eine Kandidatur aufstelle. Der Versuch, einen Sitz in der Regierung zu erobern, wird aber an Bedingungen geknüpft. So muss laut Zurkinden klar sein, dass gewisse Ziele umsetzbar wären. Als Beispiel nannte er einen besseren Klimaschutz. Im Detail sollen die Bedingungen aber noch festgelegt werden.

Die Forderung, dass eine Kandidatur nur in Frage kommt, wenn die SVP nicht mehr im Bundesrat sitzt, wurde laut Zurkinden nicht gestellt. Sollte sich die Partei aber definitiv für eine Kandidatur entscheiden, geht er davon aus, dass sich diese direkt gegen Bundesrat Christoph Blocher richten würde.

Unklar ist, wen die Grünen ins allfällige Rennen schicken wollen. Auf eines ihrer stärksten Zugpferde müssen sie auf jeden Fall verzichten: Präsidentin Genner schliesst eine Kandidatur aus. «Ich stehe nicht zur Verfügung», sagte Genner, ohne konkrete Gründe für diesen Entscheid preiszugeben. Wunschkandidaten gebe es, erklärte sie weiter, und nannte etwa die Berner Nationalrätin Franziska Teuscher, den frisch gebackenen Genfer Ständerat Robert Cramer oder den Berner Regierungsrat Bernhard Pulver.

Am kommenden 1. Dezember werden die Delegierten entscheiden, ob sie dem Wunsch des Parteivorstands folgen und eine Kandidatur aufstellen. Anschliessend würde die Fraktion das konkrete Vorgehen festlegen. (dapd)

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