Das ist nicht wurst: Grüne wollen kein Grillverbot
Aktualisiert

Das ist nicht wurstGrüne wollen kein Grillverbot

Das geplante Grillverbot in Luzerner Parkanlagen stösst auf politischen Widerstand: Die Luzerner Grünen haben gestern ein Postulat dagegen eingereicht.

von
Rahel Schnüriger
Hans Stutz kämpft gegen das Grillverbot in der Ufschötti. (Bild: ras)

Hans Stutz kämpft gegen das Grillverbot in der Ufschötti. (Bild: ras)

Die Debatte um das geplante Grillverbot in der Stadt Luzern ist auf eine politische Ebene gerückt: Die beiden grünen Grossstadträte Hans Stutz und Monika Senn haben gestern einen dringlichen Vorstoss mit dem Titel «Kein Grillverbot im öffentlichen Raum» eingereicht.

«Man kann nicht alles verbieten, was einem nicht passt», begründet Hans Stutz seine Reaktion auf die geplante Reglementänderung. Der öffentliche Raum werde zunehmend durch die SIP (Sicherheit Intervention Prävention) und kleinliche Verbote eingeschränkt.

Die Stadt begründet das Verbot durch Grillschäden auf dem Rasen. Das Verbot sei aber im Grossen Stadtrat nicht einmal diskutiert worden, kritisiert Stutz. «Überhaupt ist die Grillsaison so kurz, dass die Wiese genügend Zeit zur Erholung hat», findet er. Die ­Fraktion der Grünen sei der Ansicht, dass Verbote weder gesellschaftliche noch soziale Probleme lösten.

In der nächsten Grossratssitzung wird entschieden, ob der Vorstoss behandelt wird.

Bereits über 70 Mitglieder auf Facebook

Die Guerilla-Grill-Gruppe auf Facebook hat inzwischen kräftig an Mitgliedern zugelegt. Über 70 Personen haben sich bereits für das Barbecue in der Ufschötti angemeldet. «Wahrscheinlich werden wir die Grills unten am Sandstrand aufstellen», sagte Victor Baumann, Gründer der Gruppe, gestern gegenüber 20 Minuten. Ziel der Aktion sei nicht, dass die Wiese grössere Schäden nehme, sondern dass die Stadt auf das Grill-Bedürfnis aufmerksam gemacht werde. «Ich sehe das Problem der Rasenschäden ja auch. Mich stört nur, dass keine Alternativen zu einem Verbot diskutiert wurden», sagt Baumann.

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