12.09.2019 14:27

DeutschlandGrüne wollen wegen Tieren Luftballons verbieten

Luftballons landen oft in der Natur und schaden Vögeln und anderen Tieren. Eine Politikerin der Grünen in Niedersachsen will dem Plastikwahnsinn ein Ende setzen.

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Luftballons steigen in die Luft, kurz danach landen sie in der Natur.

Luftballons steigen in die Luft, kurz danach landen sie in der Natur.

Keystone/Peter Klaunzer
Auch wenn die Ballone Klein und Gross Freude bereiten, fordert eine Politikerin der Grünen in Niedersachsen, dass diese verboten werden.

Auch wenn die Ballone Klein und Gross Freude bereiten, fordert eine Politikerin der Grünen in Niedersachsen, dass diese verboten werden.

Keystone/Gaetan Bally
«Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen», sagt Anne Kura.

«Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen», sagt Anne Kura.

AP/Vincent yu

Kindergeburtstage, Hochzeiten, sogar Wahlveranstaltungen und Proteste – Luftballons sind bei Partys und Events kaum wegzudenken. Die Grünen in Niedersachsen wollen dem aber ein Ende setzen: Luftballons seien schlecht für die Umwelt, sie gehörten komplett verboten, sagte die Grünen-Landeschefin Anne Kura im Interview mit der ««Neuen Osnabrücker Zeitung».

Einmal in die Luft gelassen, landeten Luftballons oft in der Natur. «Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen», so die Politikerin. Auch Ballons aus Naturlatex seien daher keine echte Alternative.

Rettet ein Luftballonverbot die Welt?

Auf die Idee gebracht, hat sie wohl der Entscheid der Stadt Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Am Montag hatte die Gemeinde beschlossen, bei allen städtischen Veranstaltungen auf fliegende Gasluftballons zu verzichten. In zahlreichen niederländischen Städten wurden Luftballons bereits verboten, wie «Die Welt» berichtet.

Das niedersächsische Umweltministerium ist wenig begeistert von der Forderung der Grünen. «In den Himmel steigende Luftballons haben die Menschen schon immer mit Träumen und Hoffnungen verbunden», sagte ein Mediensprecher. «Ein Ballonverbot rettet die Welt ganz bestimmt nicht.»

Auch die Schweiz will Plastikverschmutzung reduzieren

Auch der Nationalrat hat am Donnerstag angekündigt, Plastikmüll in der Schweiz bekämpfen zu wollen. Konkret will das Parlament den Bundesrat verpflichten, gemeinsam mit den betroffenen Branchen Massnahmen zu prüfen und zu ergreifen, um die Verwendung von Plastikverpackungen und Einwegkunststoffprodukten innert nützlicher Frist erheblich zu reduzieren. Zudem soll auch die Forschung auf diesem Gebiet gefördert werden.

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