Grünes Licht für Beznau II
Aktualisiert

Grünes Licht für Beznau II

Das Kernkraftwerk Beznau II in Döttingen AG erhält für den Weiterbetrieb vorerst grünes Licht. Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) sieht die Voraussetzungen für den weiteren Betrieb erfüllt.

Somit gäbe es keine Einwände gegen die Aufhebung der Befristung, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung vom Montag. Auch die Eidgenössische Kommission für die Sicherheit von Kernanlagen (KSA) und die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) sehen keine Gründe gegen den weiteren Betrieb.

Befristung bleibt Thema

Natürlich müssten die von der HSK in ihrem Gutachten empfohlenen Auflagen und Pendenzen sowie die zusätzlichen Auflagen und Empfehlungen der KSA übernommen und umgesetzt werden. Die KSA äussere sich jedoch nicht dazu, ob die Betriebsbewilligung weiterhin befristet sein soll oder nicht, schreibt das BFE.

Vom 20. April bis 14. Juli liegt das Gutachten der HSK um die Aufhebung der befristeten Betriebsbewilliung bei der Staatskanzlei des Kantons Aargau, der Verwaltung der Standortgemeinde Döttingen und beim BFU in Ittigen BE öffentlich auf. Der Bundesrat wird seinen Entscheid voraussichtlich Ende 2004 fällen.

Das KKW Beznau II darf mit der noch gültigen Bewilligung bis Ende 2004 produzieren. Im November 2000 hatte die Betreiberin, die NOK, ein Gesuch für eine Aufhebung der Befristung eingereicht. Zahlreiche Einsprachen gingen ein. Darin wurde unter anderem argumentiert, dass die Anlage gegen Terrorangriffe und Flugzeugabstürze nicht genügend geschützt sei.

Aufhebung der Aufsicht in Lucens

Ein weiteres atomrechtliches Gesuch liegt zur Zeit beim BFE auf: Die Nationale Gesellschaft zur Förderung der industriellen Atomtechnik (NGA) will die atomrechtliche Aufsicht für die Parzelle 925 in Lucens VD aufheben. Auf diesem Grundstück wurden Behälter mit radioaktiven Abfällen gelagert.

Diese Behälter seien im September 2003 in das Zentrale Zwischenlager für radioaktive Abfälle (Zwilag) in Würenlingen AG transportiert worden, schreibt das BFE. Am 30. November 2003 hat die NGA das Gesuch um die Aufhebung der Aufsicht eingereicht.

Entscheid in diesem Jahr

Dieses Gesuch wird zusammen mit dem Gutachten der HSK vom 20. April bis 19. Mai 2004 bei der Staatskanzlei des Kantons Waadt, der Gemeindeverwaltung Lucens und beim BFE öffentlich aufliegen. Über die Aufhebung der atomrechtlichen Aufsicht wird der Bundesrat voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2004 entscheiden. (sda)

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