Aktualisiert 03.11.2009 16:59

ZürichGrünes Licht für Geothermie im Triemli

Der Erkundungsbohrung im Zürcher Triemli-Quartier steht nichts mehr im Weg. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich ist auf die beiden Beschwerden gegen die Bohrung nicht eingetreten.

Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts könne das ewz mit den letzten Vorarbeiten beginnen. Diese dürften noch etwa zwei bis drei Wochen dauern, heisst es weiter. Die Erkundungsbohrung soll Aufschluss über eine mögliche Nutzung der Erdwärme im Zürcher Untergrund geben.

Der Regierungsrat hatte am 8. Juli 2009 sein Einverständnis zur Erkundungsbohrung und zur geothermischen Grundwassernutzung gegeben. Gegen die Bewilligung waren zwei Beschwerden eingereicht worden.

Das Gericht sei mangels Legitimation der Beschwerdeführer jedoch gar nicht darauf eingetreten, sagte ewz-Sprecher Harry Graf auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zwar kann die Beschwerden ans Bundesgericht weitergezogen werden. Auf die Erkundungsbohrung hätte dies jedoch keinen Einfluss, sagte Graf weiter.

Die Bohrung wird auf dem Areal der Baugenossenschaft Sonnengarten durchgeführt. Mit dieser Bohrung werden umfangreiche geologische und hydrologische Untersuchungen des Gesteins bis auf 3200 Meter Tiefe ermöglicht.

Abstimmung am 29. November

Der Gemeinderat hatte am 17. Dezember 2008 einem Objektkredit von 19,89 Mio. Franken für die Erkundungsbohrung bewilligt. Ist die Erkundungsbohrung erfolgreich, sollen eine zweite Bohrung sowie der Bau einer Energiezentrale folgen.

Über die Erhöhung des Objektkredites um 18,81 Mio. Franken auf 38,7 Mio. Franken für die zweite Bohrung und den Bau einer Energiezentrale stimmen die Zürcherinnen und Zürcher am 29. November ab.

Mit dem Geothermie-Projekt will das ewz herausfinden, ob die Erdwärme als erneuerbare Energie für die künftige Versorgung der Stadt Zürich eine bedeutende Rolle übernehmen kann.

(sda)

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