Grünes Licht für Mega-Sägerei
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Grünes Licht für Mega-Sägerei

Das geplante Holzverarbeitungszentrum in Luterbach SO kann gebaut werden: Das Solothurner Verwaltungsgericht hat die Einsprachen gegen das Projekt abgewiesen. Der Bau der 200 Mio. Franken teuren Anlage soll nach den Sommerferien beginnen.

Mit dem Urteil vom 11. April hat das Verwaltungsgericht die Beschwerden des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) und der Einwohnergemeinde Wiedlisbach BE abgewiesen, wie den Mitteilungen des Gerichts und der Bauherrschaft vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Unter Abweisung der Beschwerden hatte der Solothurner Regierungsrat bereits im September 2005 den Teilzonenplan und die Sonderbauvroschriften für das Holzverarbeitungszentrum (HVZ) genehmigt.

Wie die Kantonsregierung kommt auch das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass das Projekt umweltverträglich ist. Namentlich sei der Standort wegen der Synergien mit der bereits dort ansässigen Zellstofffabrik Borregaard Schweiz AG optimiert. Zudem halte die Anlage die Lärmschutzbestimmungen ein. Auch die Auflagen bezüglich des Bahnanteils bei den Holztransporten seien erfüllt.

Mit dem Gerichtsentscheid stehe dem Bau des Zentrums nichts mehr im Weg, sagte HVZ-Geschäftsführer Beat Lorétan auf Anfrage.

Ob die Einsprecher den Entscheid ans Bundesgericht weiterziehen war am Donnerstag nicht in Erfahrung zu bringen. Bei einem allfälligen Weiterzug geht es laut Lorétan aber nur um Detailfragen, die das Gesamtprojekt nicht verhindern könnten. Die Investoren hätten deshalb nach dem Verwaltungsgerichtsgentscheid grünes Licht gegeben für den Spatenstich nach den Sommerferien.

Grösste Sägerei der Schweiz

Mit dem 200-Mio.-Franken-Projekt des österreichischen Holzunternehmers Andreas Kogler wird in der Schweiz nach Angaben Lorétans die bisher grösste Grosssägerei realisiert. Als Investoren beteiligt sind neben Kogler auch die AEK Energie AG, der Zellstoffverarbeiter Borregaard Schweiz AG und Partner aus der Schweizer Forstwirtschaft.

Im HVZ sollen im Vollausbau jährlich eine Million Kubikmeter Rundholz aus Schweizer Wäldern verarbeitet werden. Neben der Grosssägerei gehören zum HVZ auch eine Fabrik für Hollzpellets sowie ein Holzkraftwerk.

Die bernische Volkswirtschaftsdirektorin Elisabeth Zölch begrüsste in einer Mitteilung den Entscheid der Investoren, das HVZ zu realisieren. Die Waldeigentümer im Kanton Bern erhielten damit die Chance, ihren Wald wieder vermehrt nachhaltig zu nutzen. (sda)

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