Aktualisiert 21.07.2005 01:49

Grünes Licht für rauchfreie Zigarette

Gute Nachricht für starke Raucher: Anfang 2006 soll die rauchfreie Zigarette Nicstic auf den Markt kommen, die auch in Rauchverbotszonen «gequalmt» werden darf.

«Wir freuen uns über die Entscheidung des Heilmittelinstituts Swissmedic», teilte Nicstic AG gestern mit. Swissmedic hatte entschieden, dass das Produkt nicht unter das Heilmittelrecht fällt, und gab für die Produktion der rauchfreien Zigarette grünes Licht.

Nicstic ermöglicht dem Raucher, sich Nikotin auf zigarettenähnlichem Weg zuzuführen, ohne Dritte durch Tabakqualm zu belästigen. Deshalb kann dieser «Glimmstängel» auch in Rauchverbotszonen wie in Flugzeugen oder am Arbeitsplatz geraucht werden.

Und so funktionierts: Die Zigaretten werden über ein Ladegerät aufgeheizt, so dass beim Rauchen eine warme, rauchähnliche Luftströmung entsteht. Nicstic wird in verschiedenen Tabakgeschmacksrichtungen sowie den Aromen Vanille, Whisky und Mint erhältlich sein. «Ein Päckchen Nicstic mit 20 Zigaretten wird etwas günstiger als die herkömmlichen Zigaretten sein», so Firmensprecher Joachim Will.

Die Markteinführung ist für Anfang 2006 geplant. «Ziel ist, innerhalb eines Jahres 0,1% der Raucher in der Schweiz mit dem Produkt zu erreichen», so Will. «Wir können ein Produkt, das abhängig macht, nicht befürworten», sagte Janine Messerli von der Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme: Nikotin habe ein grösseres Suchtpotenzial als Heroin.

(csr)

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