Ted Cruz will Untersuchung: Elf Republikaner werden Bidens Wahlsieg nicht akzeptieren
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Ted Cruz will UntersuchungElf Republikaner werden Bidens Wahlsieg nicht akzeptieren

Am 6. Januar soll Joe Bidens Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl offiziell im Kongress bestätigt werden. Normalerweise ist das Formsache. Nicht so dieses Jahr.

von
Reto Heimann
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Senator Ted Cruz will den Wahlsieg von Joe Biden nicht akzeptieren.

Senator Ted Cruz will den Wahlsieg von Joe Biden nicht akzeptieren.

imago images/ZUMA Wire
Er und andere Republikaner fordern eine Untersuchung, bevor das Wahlresultat am 6. Januar zertifiziert wird.

Er und andere Republikaner fordern eine Untersuchung, bevor das Wahlresultat am 6. Januar zertifiziert wird.

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Donald Trump und andere Republikaner machen noch immer Wahlbetrug geltend: Experten gemäss gilt die Untersuchung als chancenlos. 

Donald Trump und andere Republikaner machen noch immer Wahlbetrug geltend: Experten gemäss gilt die Untersuchung als chancenlos.

REUTERS

Darum gehts

  • Joe Biden wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

  • Noch immer wollen die Republikaner das nicht akzeptieren: Einzelne Senatoren fordern eine Untersuchung.

  • Diese gilt als chancenlos – kann aber die Vereidigung von Biden weiter verzögern.

Seit längerem ist klar: Joe Biden wird der nächste Präsident der USA. Am 6. Januar werden die Wahlleute der USA diese Tatsache offiziell im US-Kongress bestätigen. «Certification» heisst dieser Prozess. Im Normalfall gilt das als reine Formsache

Nicht so dieses Mal: Eine Gruppe republikanischer Senatoren will dieses Verdikt nicht akzeptieren. Das berichten Insider gegenüber verschiedenen US-Medien. Allen voran: Ted Cruz, Senator aus Texas. Er und zehn weitere nicht namentlich genannte Senatoren fordern eine Untersuchung. Das mit dem Ziel, den von Trump und anderen Republikanern behaupteten Wahlbetrug zu beweisen.

Denn noch immer zweifelt Trump das Wahlresultat, das ihn als Verlierer sieht, an. So auch in einem jüngst veröffentlichten Tweet, indem er – ohne Beweise zu liefern – davon spricht, dass im Bundesstaat Georgia «Zehntausende von illegalen Stimmen» gezählt wurden. Twitter versah den Tweet mit einem Warnhinweis.

Gemäss US-Medien dient das Vorpreschen von Cruz aber vor allem einem Ziel: die Vereidigung von Biden zu verzögern. Die Untersuchung würde nämlich zehn Tage in Anspruch nehmen. Denn Experten sagen, dass die Untersuchung chancenlos ist und am Wahlresultat nichts mehr ändern wird.

Der 50-jährige Ted Cruz hatte sich 2016 als republikanischer Präsidentschaftskandidat beworben, verlor aber gegen Donald Trump. Er gilt als erzkonservativ und streng religiös.

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