Eurovision Song Contest: Gruselkabinett der Schweizer Musik
Aktualisiert

Eurovision Song ContestGruselkabinett der Schweizer Musik

Das kann ja heiter werden: Castingsternchen, abgehalfterte Schlagerstars und Komiker wollen für die Schweiz an den ESC. Das Voting hat begonnen.

von
Niklaus Riegg

Ab sofort läuft auf der Eurovisionsplattform des Schweizer Fernsehens das Voting für den Schweizer Teilnehmer. Bei der Durchsicht der Kandidaten tun sich Abgründe auf. Neben einigen ernsthaften und ernstzunehmenden Bands und Künstlern hat das SF-Jekami auch den Pöbel der Schweizer Musikszene angezogen.

Die Castingsternchen

Wie zu erwarten, gibt es einige Castingsternchen, die am ESC auf eine zweite (oder auch dritte) Chance hoffen. Darunter ist wenig überraschend auch Piero Esteriore. Von «MusicStar» ist auch Michu am Start, er versucht es mit seiner Band United to be Famous. Auch internationale Castingsternchen wollen für die Schweiz an den Start: Die «American Idol»-Teilnehmerin Sarah Burgess hofft auf ihre Chance. Unter all den Castingsternchen hebt sich Tiffany Kappeler positiv ab: Die einstige Teilnehmerin bei «Supermodel» beweist mit dem Song «Letters», das sie weit mehr kann als nur gut aussehen.

Die Komiker

Einige der besten Eingaben kommen nicht von Musikern, sondern von Komikern. Leo Wundergut beweist Charme und Lenny Müller-Landruth Selbstironie. Weniger witzig ist Peach Weber. Bei vielen Kandidaten, wie etwa Fred Weston, M.A.R.K.U.S. oder Pizza Prostata ist man sich hingegen nicht sicher, ob der Beitrag freiwillig oder unfreiwillig komisch ist.

Die üblichen Verdächtigen

Mit ChueLee, Kisha oder D-Verse City bemühen sich auch Bands um den ESC, die schon über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügen. Sie alle haben schon einen gewissen Bekanntheitsgrad – in die oberste Liga haben sie es aber nie ganz geschafft. Dasselbe gilt auch für Michel Villa oder Salvo. Bei diesen liegt der Höhepunkt der Karriere schon Jahre (oder Jahrzehnte) zurück. Hier wirkt die ESC-Teilnahme nur noch wie ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit.

Der Modus:

Das Voting läuft bis zum 10. November. Eine Fachjury bewertet die eingereichten Songs, Eine Fachjury, bestehend aus unabhängigen Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, bewertet die eingereichten Songs ebenfalls (Wertung 50%).

Die aus der Schlusswertung (50% Internet/50% Fachjury) resultierenden besten sieben Songs/Interpreten sind für die Teilnahme an der Show vom 11.12.2010 qualifiziert.

Dazu kommen fünf Teilnehmer, die durch DRS3 respektive RSI und RTS gestellt werden.

In der Entscheidungsshow vom 11. Dezember präsentieren alle 12 Interpreten ihre Songs. Die Sendung wird live ausgestrahlt. Die Zuschauer entscheiden mittels Televoting, welcher Titel bzw. Interpret gewinnt und damit die Schweiz am Eurovision Song Contest 2011 vertreten wird.

Deine Meinung