Betrug: Gstaader Käse-Affäre endet vor Gericht

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BetrugGstaader Käse-Affäre endet vor Gericht

Das Untersuchungsrichteramt Berner Oberland hat die Voruntersuchung gegen den ehemaligen Geschäftsführer der Milchproduzentengenossenschaft Gstaad abgeschlossen. Es hat den Fall zur weiteren Beurteilung ans Gericht überwiesen.

Das Untersuchungsrichteramt stiess im Verlauf der Untersuchung der so genannten Gstaader Käse-Affäre zusätzlich auf unklare Zahlungsvorgänge, wie es am Donnerstag mitteilte. Das Amt untersuchte deshalb, ob und inwieweit sich der damalige Geschäftsführer unrechtmässig Geldbeträge angeeignet haben könnte.

Der Angeschuldigte wird nun wegen des Vorwurfes des mehrfachen Betrugs und der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorung an das Kreisgericht Obersimmental-Saanen überwiesen. Der Mann bestreitet laut der Mitteilung die Vorwürfe.

Falsch deklarierter Käse

Die Gstaader Käse-Affäre begann mit einer Lieferung von falsch deklariertem Käse an die Migros Aare. Acht Tonnen Bergkäse gingen als Alpkäse an die Migros; dieser Käse ist wertvoller als der Bergkäse. Die Migros drohte in der Folge mit dem Abbruch der Geschäftsbeziehungen mit der Milchgenossenschaft Gstaad.

Der Geschäftsführer, der von einer Verwechslung sprach, nahm in der Folge den Hut. Im Juni 2008 eröffneten dann die Behörden die Voruntersuchung gegen ihn.

(sda)

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