Aktualisiert 15.07.2020 09:35

Nach Kritik am CAS-UrteilGuardiola fordert sogar noch ein «Sorry» nach Begnadigung

Klopp und Mourinho kritisieren die CAS-Begnadigung von Manchester City und sprechen vom Ende des Financial Fairplay. Manchester-City-Trainer Guardiola gefällt dies gar nicht.

von
Etienne Sticher
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Fordert eine Entschuldigung: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola ist nicht einverstanden mit der Kritik an der Begnadigung durch den CAS.

Fordert eine Entschuldigung: Manchester-City-Trainer Pep Guardiola ist nicht einverstanden mit der Kritik an der Begnadigung durch den CAS.

Foto: Getty Images
Fürchtet um die Teams und den Wettbewerb: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp glaubt «nicht, dass es ein guter Tag für den Fussball war».

Fürchtet um die Teams und den Wettbewerb: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp glaubt «nicht, dass es ein guter Tag für den Fussball war».

Foto: 2020 Pool
Glaubt an das Ende des Financial Fairplay: Tottenham-Trainer José Mourinho betitelt die Entscheidung als «erbärmlich».

Glaubt an das Ende des Financial Fairplay: Tottenham-Trainer José Mourinho betitelt die Entscheidung als «erbärmlich».

Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Manchester City wurde vom Sportgerichtshof CAS begnadigt und darf im Europacup spielen.
  • Für Mourinho ist diese Entscheidung «erbärmlich», für Klopp war es kein guter Tag für den Fussball.
  • City-Trainer Guardiola fordert nun eine Entschuldigung.
  • Er sieht keine Fehler bei seinem Verein.

Manchester City darf weiter im Europacup spielen. Dies entschied der Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne am Montag. Zuvor waren die Citizens von der Uefa wegen Verstössen gegen das Financial Fairplay für zwei Jahre von der Champions und der Europa League ausgeschlossen und mit einer Busse von 30 Millionen Euro belegt worden. Die Sperre wurde aber aufgehoben, die Busse um zwei Drittel reduziert.

Das kommt nicht überall gut an. «Ich glaube nicht, dass es ein guter Tag für den Fussball war», sagte beispielsweise Jürgen Klopp, Trainer des englischen Meisters Liverpool. Financial Fairplay sei eine gute Sache; er hoffe, dass es auch weiterhin existiert, denn es beschütze die Teams und den Wettbewerb. «Wenn die reichsten Leute und Länder tun können, was sie wollen, würde es den Wettbewerb sehr schwierig machen», sagte Klopp und gab zu bedenken: «Das würde zu einer Superliga mit zehn Vereinen führen.»

«Eine erbärmliche Entscheidung»

Noch deutlichere Worte fand José Mourinho, Trainer von Tottenham Hotspur: «Es ist eine erbärmliche Entscheidung.» Besonders die Busse ist ihm ein Dorn im Auge. Wer unschuldig sei, solle nicht gebüsst werden. Doch «wenn sie schuldig sind, sollten sie gesperrt werden».

Der Portugiese betonte aber auch, dass dies keine Kritik am Ligakonkurrenten Manchester City sei, sondern an denjenigen an der Macht. Auf die Frage, ob die Entscheidung des CAS das Ende des Financial Fairplay darstelle, antwortete Mourinho überzeugt mit Ja.

Manchester City darf weiter in der Königsklasse jubeln.

Manchester City darf weiter in der Königsklasse jubeln.

Foto: Getty Images

Die Kritik seiner beiden Kollegen gefiel Manchester-City-Trainer Pep Guardiola überhaupt nicht. «Es war ein grossartiger Tag für den Fussball, weil es zeigt, dass wir nach den gleichen Regeln wie alle Eliteclubs spielen», sagte er. Er sei unglaublich glücklich über die Entscheidung und forderte: «Man sollte sich bei uns entschuldigen.» Sie hätten die Regeln des Financial Fairplay befolgt, «sonst wären wir ja gesperrt worden», sagte der spanische Erfolgstrainer.

Zudem forderte er die anderen Vereine auf, nicht mehr hinter dem Rücken über den Club zu flüstern. «Wenn ihr etwas zu sagen habt, dann schaut uns in die Augen und tut es von Angesicht zu Angesicht», sagte Guardiola. «Und dann kommt aufs Feld und spielt.»

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16 Kommentare
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Leo

15.07.2020, 11:37

Die türkischen Vereine wurden bis jetzt zu Recht alle gesperrt, weil Soegerne Spieler kaufen aber nie verkaufen, aber hier sprechen wir von Summen bis 25 Mio. Und nicht wie bei City von 1 Mia. Das die Uefa und Fifa korrupt sind, haben sie ein weiteres mal bestätigt.

Fairplay

15.07.2020, 10:46

Bei diesem FairPlay sperren und Bussen geht es nur darum, anderen die Hosentaschen mit Geld zu stopfen. Jeder will ein Kohle machen.... und wer genug Geld hat, hat das Recht alles zu kaufen. Darum.... es wird immer so bleiben und sich nicht änderen, ausser das ein paar Leute noch mehr Geld bekommen (nicht verdienen).

Marc

15.07.2020, 10:25

ja sehr fair das Fussballgeschäft. Wäre es ein kleiner verein gewesen, hätten due nicht mal diskutieren könben. Die wäten raus aus EL und CL. Das grosse MCity gespikt mit Stars kommt natprlich wieder davon. 👏