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Tiger-Geburt in ZürichGuck mal, wer da faucht!

Die Amur-Tiger haben den Zoo Zürich mit Nachwuchs erfreut. Das Weibchen Elena warf am Sonntag gleich vier Junge. Die Freude ist allerdings getrübt: Ein Tigerli starb kurz nach der Geburt.

von
amc

Liebevoll stupste Tiger-Mama Elena am Sonntag ihr Neugeborenes an und schleckte es zärtlich. Doch das Schicksal des kleinen Amurtigers war längst besiegelt. Das Junge hatte bereits kurz nach seiner Geburt ausgefaucht. Wieso das Tiger-Baby starb und seine drei Geschwister überlebten, ist noch unklar, sagt Zoo-Direktor Alex Rübel: «Wir konnten das Junge noch nicht untersuchen. Die Mutter hat es noch nicht hergegeben.»

Die Freude über die 26. Tigergeburt im Zürcher Zoo ist trotz des traurigen Schicksals des Neugeborenen gross, sagt Rübel. «Elena hat zum ersten Mal geworfen, da kommt es oft vor, dass keines der Jungen überlebt.» Die drei übrigen Tigerli sehen auf den ersten Blick kräftig und gesund aus. Untersuchen konnten die Verantwortlichen den Nachwuchs noch nicht. «Wir greifen bei der Geburt nicht ein und lassen das Weibchen danach auch in Ruhe.»

Erst zwei bis drei Wochen nach der Geburt wird sich ein Pfleger langsam in den Rückzugsraum von Elena wagen und die Jungen näher betrachten. So lange unklar ist, ob der Nachwuchs männlich oder weiblich ist, bleibt er auch ohne Namen. Zu sehen sein werden die Jungen noch länger nicht: Sie verlassen gemäss Rübel den Wurfbereich erst in fünf bis sechs Wochen. «Wir haben deshalb eine Webcam aufgestellt, leider liegt Elena im Moment aber genau davor.» Beeilen müssen sich interessierte Besucher allerdings nicht: Der Nachwuchs bleibt mindestens zwei Jahre in Zürich, bevor er im Rahmen eines Zuchtprogramms an andere Zoos weitergegeben wird.

Liebesbeziehung fing stürmisch an

Dass es bei der medienscheuen Tiger-Mama und ihrem Partner Coto mit dem Nachwuchs klappen wird, war alles andere als sicher. Nachdem Elena für Zuchtzwecke aus München nach Zürich gekommen war, verliess die sechsjährige Tiger-Dame während der Eingewöhnung kaum den Stall. Sie demonstrierte lieber ihre Beisskraft am Gehege, als mit dem zwei Jahre ältern Tiger-Herr anzubandeln.

Nach einer stürmischen ersten Begegnung und dem Umzug in den oberen Gehegeteil, entwickelte sich allerdings dann doch noch eine Liebesbeziehung - wie der flauschige Nachwuchs zeigt. Der Wurf am Sonntag nach einer Tragezeit von 104 Tagen ist für den Zoo Zürich die 26. Tigergeburt - aber auch eine Premiere: Es war der erste Viererwurf des Zoos.

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