Aktualisiert 20.10.2006 09:49

Gucklöcher in Windschutzscheibe gekratzt - Ausweis weg

Einem Waadtländer wird der Fahrausweis entzogen, weil er seine Windschutzscheibe nicht vollständig enteist hat. Der Ausweisentzug ist vom Bundesgericht bestätigt. Wer also künftig bei Frost fahren will, muss kratzen.

Wer bei schlechter Sicht mit vereister Frontscheibe unterwegs ist, riskiert einen Führerausweisentzug.

Das Bundesgericht hat ein weiteres Mal bestätigt, dass eine solche Nachlässigkeit nicht mehr als leichter Fall durchgehen kann.

Ein Waadtländer Autolenker war an einem Dezembermorgen 2004 bei Dunkelheit mit vereisten Scheiben unterwegs gewesen. Einzig auf der Frontscheibe hatte er sich ein Guckloch ausgekratzt. Die Waadtländer Strassenverkehrsbehörden entzogen ihm dafür den Ausweis noch nach altem Strassenverkehrsrecht für einen Monat.

Erhöhte Unfallgefahr

Das Bundesgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt. Laut den Lausanner Richtern bestand durch die beschränkte Sicht die Gefahr, nicht rechtzeitig auf Fussgänger oder andere Verkehrsteilnehmer reagieren zu können. Angesichts des schlechten Wetters und der Dunkelheit habe sich dadurch ein erhöhtes Unfallrisiko ergeben.

Wer es unterlässt, die Frontscheibe nicht vollständig zu reinigen, begeht laut Bundesgericht nicht nur einen leichten Fehler, der noch mit einer Verwarnung bestraft werden könnte. Gleich habe es kürzlich in einem vergleichbaren Fall geurteilt, der bereits nach neuem Recht zu entscheiden gewesen sei. (sda)

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