10.07.2015 15:15

Kunstmuseum Bern

Gültigkeit von Gurlitts Testament wird abgeklärt

Kommt die Sammlung nach Bern? Ein Psychiater soll abklären, ob Cornelius Gurlitt bei der Erstellung des Testaments urteilsfähig war.

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Die Gurlitt-Bilder sollen nach Bern kommen. Gurlitt hatte kurz vor seinem Tod die wertvolle Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. Doch auch Gurlitts Cousine Uta Werner machte Ansprüche auf das Erbe geltend.

Die Gurlitt-Bilder sollen nach Bern kommen. Gurlitt hatte kurz vor seinem Tod die wertvolle Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. Doch auch Gurlitts Cousine Uta Werner machte Ansprüche auf das Erbe geltend.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Das Berner Kunstmuseum, im Bild Direktor Matthias Frehner, kann das Erbe antreten.

Das Berner Kunstmuseum, im Bild Direktor Matthias Frehner, kann das Erbe antreten.

AFP/Fabrice Coffrini
Am 2014 gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass die Beschlagnahmung der Bilder aufgehoben wird.

Am 2014 gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass die Beschlagnahmung der Bilder aufgehoben wird.

Keystone/AP/orf

Im Streit um das Gurlitt-Erbe hat das Oberlandesgericht München (OLG) einen Gutachter beauftragt. Ein Psychiater soll klären, ob Cornelius Gurlitt bei der Erstellung seines Testaments am 9. Januar 2014 testierfähig war.

Das teilte Gerichtssprecher Wilhelm Schneider am Freitag mit. Gurlitt hatte kurz vor seinem Tod die wertvolle Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. Doch auch Gurlitts Cousine Uta Werner macht Ansprüche auf das Erbe geltend.

Vor dem Amtsgericht München war sie im März abgeblitzt. Das Gericht hatte erklärt, es halte das Testament mit dem Kunstmuseum Bern als Alleinerben für wirksam. Die Cousine zog den Entscheid ans Oberlandesgericht weiter.

Alle Werke sollen nach Bern

Das Gutachten werde nicht vor Oktober dieses Jahres fertig sein, teilte das OLG mit. Erst nach einer endgültigen Entscheidung über das Testament kann das Berner Museum die Erbschaft antreten.

Cornelius Gurlitt, Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war am 6. Mai 2014 gestorben. Mit seiner Sammlung von mehr als 1500 Bildern in München und Salzburg stand er monatelang im Zentrum einer Debatte um Nazi-Raubkunst. Er vermachte seine komplette Sammlung dem Kunstmuseum Bern.

(SDA)

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