Luzern: Günstiges Wohnen: Neue Initiative
Aktualisiert

LuzernGünstiges Wohnen: Neue Initiative

Der Luzerner Mieterverband plant eine städtische Initiative zur Schaffung von günstigem Wohnraum. 2009 war auf kantonaler Ebene eine ähnliche Initiative gescheitert.

von
Lena Berger
Beat Wicki fordert günstigen Wohnraum wie hier an der Baselstrasse. (lun)

Beat Wicki fordert günstigen Wohnraum wie hier an der Baselstrasse. (lun)

Im Kanton Luzern stehen zurzeit nur sehr wenige Wohnungen leer. Besonders prekär ist die Situation in der Stadt Luzern, wie Lustat-Statistik Ende Juli mitteilte. Daher verwunderte es auch nicht, dass die kantonale Initiative «Für zahlbares und attraktives Wohnen» letzten September in der Stadt mit 56,8 Prozent angenommen worden war. Die Initiative hatte gefordert, dass preisgünstige Wohnungen erhalten werden und gemeinnütziger Wohnungsbau gefördert wird.

Für Beat Wicki, Geschäftsleiter des Mieterverbands, ist das Abstimmungsergebnis ein klares Zeichen dafür, dass in der Stadt Handlungsbedarf ­besteht. «Da hat sich gezeigt, dass die Stadtluzerner mehr günstige Wohnungen wollen», findet er. Die Stadt müsse daher handeln.

Der Mieterverband ist zurzeit im Gespräch mit gemeinnützigen Wohnbauträgerschaften und Parteien, um eine städtische Initiative zu starten. «Wir wollen den Druck auf die Luzerner Stadtregierung erhöhen, damit sie nun wirklich etwas gegen die Wohnungsknappheit unternimmt», erklärt Wicki. Das wichtigste Instrument hierfür sei der gemeinnützige Wohnungsbau. Derzeit sind 13 Prozent der Wohnungen in der Stadt subventioniert. «Dieser Prozentsatz muss erhöht werden», fordert Wicki.

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