Aktualisiert 16.02.2004 16:14

Guerrilla verbietet Anschläge auf irakische Sicherheitskräfte

Nach der jüngsten Anschlagsserie in Irak hat eine der führenden Guerilla-Organisationen alle weiteren Attacken auf irakische Sicherheitskräfte untersagt.

«Bis zur Erteilung neuer Anweisungen» sei jeder Angriff auf irakische Polizisten oder Angehörige der irakischen Armee verboten, erklärten die «Mudschahedin von Falludscha» am Montag.

Einwohnern zufolge sind die «Mudschahedin von Falludscha» eine Art Dachverband sämtlicher islamistischer Guerilla-Gruppen der Stadt. Die Organisation erklärte, nicht für den Überfall auf eine Polizeiwache am Samstag verantwortlich zu sein.

Bei der Befreiungsaktion waren mindestens 23 Polizisten und vier Angreifer getötet worden. Vermummte Bewaffnete hatten zeitgleich die Wache und das Hauptquartier der Zivilverteidigung angegriffen und dabei 22 Gefangene befreit.

Falludscha ist als Widerstandshochburg bekannt. Am Donnerstag war dort auf den für Irak zuständigen US-General John Abizaid ein Anschlag verübt worden. Abizaid blieb unverletzt. In der vergangenen Woche waren bei zwei Attentaten auf Polizeianwärter in Iskandarija und auf Rekruten der irakischen Armee in Bagdad mehr als hundert Menschen getötet worden.

(sda)

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