Party-Hotspot: Güselberg auf Allmend verärgert Passanten

Aktualisiert

Party-HotspotGüselberg auf Allmend verärgert Passanten

Nach fast jedem Wochenende türmt sich auf der Zürcher Allmend der Müll – meistens wegen Partys. Die Stadt stösst mit der Entsorgung an ihre Grenzen.

von
rom

Müllberge, Einkaufswagen, ja sogar ganze Festbankgarnituren hat das Partyvolk nach dem letzten Wochenende auf der Allmend hinterlassen. «So schlimm wars noch nie», sagt Claudia S.*, die seit Jahren täglich mit ihrem Hund hier spazieren geht. «Den ganzen Sommer über geht das schon so – wegen der vielen Glasscherben ist es besonders für Hunde und Kinder gefährlich geworden.»

Bei Grün Stadt Zürich kennt man das Problem: «Die Allmend ist vom Donnerstagnachmittag bis Sonntagabend ein Hotspot», sagt Sprecher Lukas Handschin. Mitarbeiter der ­sozialen Einrichtungen und ­Betriebe würden jeweils sauber machen. «Wenn es aber so ­weitergeht wie in den letzten ­Monaten, müssen wir darüber nachdenken, künftig ERZ Entsorgung + Recycling Zürich aufzubieten», so Handschin.

Anzeige gegen Verantwortlichen

Dass die Allmend für private und öffentliche Partys beliebt ist, weiss auch die Stadtpolizei. «Hin und wieder werden dort Anlässe bewilligt», so Sprecher Adrian Feubli. Eine Party am Sonntagnachmittag war aber unbewilligt. «Wir wussten davon und haben wegen einer Lärmklage auch eine Patrouille vorbeigeschickt», so Feubli. Ein Abbruch wäre jedoch nicht verhältnismässig gewesen, der Verantwortliche werde aber verzeigt. Ob der viele Müll ­tatsächlich von jener Party stammte, sei nicht klar. Feubli betont: «Wenn wir den Abfall jemandem zuordnen können, gibts eine Busse wegen illegaler Abfallentsorgung.»

*Name geändert

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