Gütschbahn: Steht sie bald definitiv still?
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Gütschbahn: Steht sie bald definitiv still?

Der Knatsch um die Gütschbahn dauert an: Die Betreiberin Kündig AG will den Betrieb demnächst einstellen. Doch laut Besitzerin UBS ist der Vertrag bis 2009 unkündbar.

Seit gestern Nachmittag ist die Gütschbahn wieder in Betrieb. Trotzdem gibt es für die Anwohner der Gütschhöhe noch kein Aufatmen, weil sich die Betreiberin und die Besitzerin UBS bislang finanziell nicht einigen konnten. Weil die Grossbank nicht bereit ist, das jährliche Betriebsdefizit von 40000 Franken zu übernehmen, droht nun Hansruedi Kollmar, CEO der Kündig AG: «Wir stellen den Betrieb am 21. Januar ein, dann läuft unser Pachtvertrag aus.»

Dem widerspricht Rudolf Bürgin, Pressesprecher der UBS: «Der Vertrag kann beidseitig frühestens auf 2009 gekündigt werden.» Wer von beiden Parteien im Recht ist, dürfte nun durch Anwälte geklärt werden müssen – wenn die Anwohner Glück haben, noch vor dem 21. Januar.

Pächter Kollmar ist sich im Klaren, dass die UBS die Bahn auch ohne ihn betreiben könnte. Doch er habe gute Trümpfe in der Hand, sagt er: «Der Vorleiterrechner gehört der Kündig AG. Ohne diese Anlage läuft die Bahn nicht automatisch», so Kollmar.

Daniela Gigor

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