«Gumball 3000»: Adidas steigt aus
Aktualisiert

«Gumball 3000»: Adidas steigt aus

Die beiden Briten, die in Mazedonien einen tödlichen Unfall verursacht haben, hatten verschiedene Sponsoren-Logos auf ihrem Wagen. Darunter die eines grossen Sportartikel-Herstellers, der sich einen Marketing-Coup versprach.

Nebst zahlreichen anderen Sponsoren haben auch die beiden Grossfirmen Telekom und Adidas ihre Logos auf dem Unfallwagen der beiden britischen «Gumball»-Teilnehmer Nick Morley und Matt McConville angebracht.

Adidas hat eng mit der Organisation von «Gumball» zusammengearbeitet und nun das Engament nach eigenen Angaben beendet. Der Schuhhersteller hatte bei der diesjährigen Ausgabe von «Gumball 3000» zwei eigene Wagen am Start. Einen Lamborghini Gallardo fuhr der Hip-Hop-Star Xzibit, auch bekannt aus der MTV-Sendung «Pimp my Ride». Jamiroquai-Sänger Jay Kay ging für Adidas mit einem Maserati an den Start. Auch der Grossteil der übrigen Teamwagen ist mit Adidas-Logos ausgestattet.

«So etwas machen wir nie mehr»

Nebst dem Adidas-Sponsoring von einzelnen Teams des «Gumball 3000» legte Adidas eine gleichnamige Schuh- und Kleiderkollektion samt Accessoires auf. Laut Adidas-Sprecherin Ursula Bayer hat sich «Adidas an der Rallye nur in der Annahme beteiligt, dass die Gesetze eingehalten würden.» «Der Veranstalter hat sich uns versichert, dass er mit den verantwortlichen Behörden in den verschiedenen Ländern zusammenarbeitet», sagt Bayer. Nun, nach dem tödlichen Unfall, der ein ebenfalls mit Adidasstreifen fahrendes Team verursacht hatte, sieht man die Sache anders. «Nachdem wir mit Bestürzung und grossem Bedauern von dem tragischen Todesfall erfahren hatten, haben wir uns sofort dazu entschlossen, uns vollständig, unverzüglich und für alle Zeit von der Rallye zurückzuziehen», sagt Bayer. Mit den Marketingbemühungen zum «Gumball 3000» hätten neue Kundensegmente erschlossen werden sollen, insbesondere in der Hip-Hop-Szene.

T-Mobile vertreibt auf ihrer Website Wallpapers von «Gumball 3000»-Rennwagen und rüstet die Teams exklusiv mit Navigationsgeräten aus. T-Mobile wollte bis zur Stunde gegenüber 20minuten.ch keine Stellung zu ihrem Sponsoring-Engagement bei «Gumball 3000» nehmen.

(Maurice Thiriet)

Deine Meinung