Aktualisiert 29.03.2020 15:31

SüdafrikaGummischrot gegen Supermarkt-Drängler

Vor Supermärkten in Südafrika bricht wegen Corona-Massnahmen Durcheinander aus. Polizeikräfte reagieren mit Gummischrot.

von
obr
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Südafrikanische Polizisten sollen mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert haben, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten.

Südafrikanische Polizisten sollen mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert haben, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten.

epa/kim Ludbrook
Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen.

epa/kim Ludbrook
Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den wegen des Coronavirus vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein.

Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den wegen des Coronavirus vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein.

epa/kim Ludbrook

Südafrikanische Polizisten haben mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten. Dies hat ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtet.

Dieser beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen. Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den wegen des Coronavirus vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein.

Daraufhin fuhren zehn Streifenwagen der Polizei vor. Die Beamten schossen mit Gummimunition in Richtung der Menschen. In der Menge brach Durcheinander aus, flüchtende Menschen rannten einander um. Eine Frau mit Baby auf dem Rücken stürzte zu Boden.

Eine Journalistin des Senders News24 geriet zwischen die Fronten. Ihr Video hat sich in Südafrika in Windeseile verbreitet und gab Anlass für Kritik am rabiaten Vorgehen der Polizei.

Polizei und Militär setzen Massnahmen durch

In Südafrika gilt seit Freitag eine dreiwöchige Ausgangssperre, deren Einhaltung von Polizei und Militär überwacht wird. Viele Bewohner, vor allem in armen Vierteln, verstossen jedoch gegen die Auflagen.

Nach offiziellen Zahlen infizierten sich in Südafrika bislang mehr als 1000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. Zwei Menschen starben bisher.

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