Krawalle bei Reitschule: Gummischrot-Smiley kam doch von einem Polizisten

Aktualisiert

Krawalle bei ReitschuleGummischrot-Smiley kam doch von einem Polizisten

Ein Gummigeschoss mit Smiley sorgte nach einem Polizeieinsatz bei der Reitschule für Schlagzeilen. Nun ist klar: Ein Polizist hat das Geschoss mit dem Symbol versehen.

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Bei den Krawallen im September 2018 verwendete die Polizei solche Gummigeschosse. Jemand hatte eins davon mit einem lachenden Smiley verziert.

Bei den Krawallen im September 2018 verwendete die Polizei solche Gummigeschosse. Jemand hatte eins davon mit einem lachenden Smiley verziert.

zvg/Reitschule
Kapo-Sprecherin Jolanda Egger dazu: «Wir können uns nicht vorstellen, dass ein Angehöriger der Polizei dieses Smiley aufgemalt hat. Dies widerspräche dem gebotenen Respekt.» Später krebste die Kapo zurück.

Kapo-Sprecherin Jolanda Egger dazu: «Wir können uns nicht vorstellen, dass ein Angehöriger der Polizei dieses Smiley aufgemalt hat. Dies widerspräche dem gebotenen Respekt.» Später krebste die Kapo zurück.

zvg/Reitschule
Wie es in der Nacht zum 2. September vor der Reitschule zur Eskalation kam, ist nach wie vor unbekannt: Beide Seiten erzählen Gegenteiliges.

Wie es in der Nacht zum 2. September vor der Reitschule zur Eskalation kam, ist nach wie vor unbekannt: Beide Seiten erzählen Gegenteiliges.

zvg/Reitschule

«Wir können uns nur schwer vorstellen, dass ein Angehöriger der Polizei dieses Smiley aufgemalt hat. Dies widerspricht unserem Grundsatz des gebotenen Respekts», teilte die Kantonspolizei Bern nach den letzten Krawallen bei der Reitschule mit. Das Foto eines Smileys, das auf einem der eingesetzten Gummigeschosse aufgemalt war, sorgte bei den Reitschülern für rote Köpfe.

Nun muss die Kantonspolizei Bern zurückkrebsen: Wie sie am Montag einräumte, stammt der Smiley von einem Polizisten. Der Mitarbeiter habe sich im Verlauf der Woche bei seinem Vorgesetzten gemeldet, sagt Kapo-Sprecherin Ramona Mock gegenüber Tele Bärn: «Die Person gab an, das Smiley vor vier Monaten bei einer Sportveranstaltung gezeichnet zu haben.» Der Mitarbeiter habe sein Fehlverhalten eingesehen: «Wir haben das Gespräch mit der Person gesucht und sie für die Thematik sensibilisiert. Personalrechtliche Konsequenzen wird der Fall keine nach sich ziehen», so Mock.

Wütende Reitschüler

Anfang September waren in der Nacht auf Sonntag Polizisten und Reitschul-Aktivisten aneinandergeraten. Dabei wurden neuartige Gummigeschosse verwendet. Die Reitschule bezeichnete den Polizeieinsatz im Nachgang als unverhältnismässig und postete ein Foto des bemalten Gummigeschosses. Die «lächelnden» Geschosse suggerierten, die Polizisten würden über die Reitschüler lachen, schrieb die Reitschule dazu.

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