Gummischrot und Tränengas bei der Reithalle
Aktualisiert

Gummischrot und Tränengas bei der Reithalle

Vermummte Aktivisten haben in der Nähe des Stadtberner Kulturzentrums Reithalle ein Polizeiauto mit Steinen und Flaschen angegriffen und damit eine Strassenschlacht provoziert. Es entstand ein Schaden von mehreren 10 000 Franken.

Der Angriff auf das Polizeifahrzeug sei am späten Freitagabend «überraschend und grundlos» erfolgt, teilte die Stadtpolizei Bern am Samstag mit. Bei der Attacke ging die Frontscheibe des Fahrzeuges zu Bruch. Es wurde niemand verletzt. Die Polizei musste sich vorerst zurückziehen.

Gummischrot und Tränengas eingesetzt

Währenddessen errichteten die Vermummten eine brennende Strassensperre, die durch die Reithallen-Betreiber entfernt wurde. Als die inzwischen rund 30 Aktivisten erneut Strassensperren aufbauten und die nun verstärkten Polizei-Einsatzkräfte massiv angriffen, setzte die Polizei Gummischrot und Tränengas ein.

Danach zogen sich die vermummten Aktivisten auf das Gelände der Reithalle zurück. Der an Geschäften im Bollwerk, an parkierten Fahrzeugen, einer Telefonkabine und mehreren Einsatzfahrzeugen der Stadtpolizei entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere 10 000 Franken.

Täter entkamen unerkannt

Die Randalierer konnten sich unerkannt unter die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Reithalle mischen. Es konnte niemand festgenommen werden.

Die Lorrainebrücke musste während rund zwei Stunden gesperrt werden. Ausserdem wurde der Verkehr in der Region Bollwerk zeitweise umgeleitet. Die stark verschmutzte Strasse wurde durch das Strasseninspektorat gereinigt. (sda)

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