Wegen Graumarkt: Gurtenfestival will personalisierte Tickets
Aktualisiert

Wegen GraumarktGurtenfestival will personalisierte Tickets

Tickethändler machen mit ausverkauften Festivalpässen das grosse Geschäft. Das Gurtenfestival in Bern will in Zukunft dem Graumarkt einen Riegel schieben.

von
Adrian Müller

Den Toten Hosen sei Dank: Die Gurten-Tickets verkaufen sich dieses Jahr so schnell wie noch nie. Gut ein halbes Jahr vor Beginn des Festivals auf dem Berner Hausberg ist der Freitag bereits komplett ausverkauft, für den Samstag sind nur noch wenige Tickets erhältlich. Findige Tickethändler machen nun das grosse Geschäft und verkaufen die ausverkauften Billette massenhaft auf Auktionsplattformen wie Ricardo.ch zu Wucherpreisen. «Das ist ein Skandal. Ich habe noch nicht einmal meine Sommerferien genehmigt bekommen und stehe jetzt ohne Ticket da», enerviert sich ein frustrierter Festivalgänger auf Facebook.

Tickethändlern das Handwerk legen

Den Gurten-Organisatoren sind die vielen Graumarkt-Billette ein Dorn im Auge. «Wir haben aber derzeit keine Möglichkeit, den Handel zu unterbinden», sagt Sprecher Micha Günter. Das soll sich in Zukunft ändern: «Wir prüfen intensiv, in den nächsten zwei Jahren personalisierte Festivaltickets einzuführen», sagt Günter. Da sich aber womöglich jeder Besucher beim Kauf mit Namen registrieren müsste, sei die Umsetzung sehr komplex.

Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz ist erfreut über diese Pläne: «Den Tickethändlern ist im Graumarkt kaum beizukommen. Personalisierte Billetts sind für uns die einzig wirksame Lösung.»

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