Gurtenpflicht: Deutschschweizer sind Spitze

Aktualisiert

Gurtenpflicht: Deutschschweizer sind Spitze

Das Gurtentragen beim Autofahren ist nicht in jeder Sprachregion gleich beliebt: Während im Tessin 73 und in der Romandie 78 Prozent der Fahrzeuglenker angeschnallt sind, beträgt die Tragquote in der Deutschschweiz 89 Prozent.

Bei den Mitfahrern auf den Rücksitzen sind die Unterschiede noch grösser, wie eine Zählung der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) ergab. Im Tessin schnallen sich 43 und in der Romandie 48 Prozent auf den Rücksitzen an, in der Deutschschweiz sind es 71 Prozent.

Gesamtschweizerisch blieb die Tragquote stabil. Wie schon 2006 tragen durchschnittlich 86 Prozent aller Fahrzeuglenker eine Gurte. Bei den Mitfahrern auf den Rücksitzen sank die Quote von 68 auf 65 Prozent. Das Gurtentragen ist seit 1981 für Fahrzeuglenker und Mitfahrer vorne sowie seit 1994 für Mitfahrer hinten obligatorisch.

Unterschiedlich befolgen die Autofahrer die Gurtentragpflicht je nach Bereich, in dem sie sich bewegen. Auf Autobahnen liegt die Bereitschaft, die Gurten anzulegen, bei 90 Prozent der Lenker, ausserorts bei 87 und innerorts durchschnittlich bei 81 Prozent.

Das Unfallrisiko sei innerorts aber um einiges höher aus auf Autobahnen, schrieb die bfu dazu in ihrer Mitteilung. Auf Innerortsstrecken verunfallten 2006 nämlich dreimal mehr Fahrzeuginsassen als auf Autobahnen.

(sda)

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