Aktualisiert

Tokio HotelGustav-Schläger stellt sich der Polizei

Der Angriff auf den Schlagzeuger der Band Tokio Hotel, Gustav Schäfer, in einem Magdeburger Club ist weitgehend aufgeklärt.

von
tom

Ein 29 Jahre alter Mann gab zu, den 20-Jährigen in der Nacht zum Sonntag mit einem Wodka-Redbull-Glas auf den Kopf geschlagen zu haben, wie die Polizei mitteilte. Der mutmassliche Täter, dem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wird (Schäfers Kopfverletzungen mussten mit mehr als 30 Stichen genäht werden), ist Kosovo-Albaner mit Aufenthaltserlaubnis, lebt seit sieben Jahren in Deutschland, ist geschieden und hat einen fast zweijährigen Sohn. Er arbeitet als Küchenhilfe in einem Magdeburger Restaurant.

Gegenüber der deutschen Zeitung «Bild» schildert Hauptverdächtige Nexhat T. den Ablauf der blutigen Nacht aus seiner Sicht: «Ich war total besoffen, hatte jede Menge Wodka Red Bull getrunken.» Alles habe mit einem Gerangel angefangen, in das sein Bruder verwickelt gewesen sei. Nexhat habe sich eingemischt und dem «Kleinen eine Backpfeife verpasst», so der Küchgehilfe. Was er nicht wusste, der Kleine war Gustav Schäfer, weltbekannter Schlagzeuger von Tokio Hotel: «Ich wusste nicht, dass er so berühmt ist. Seine Band kenne ich nicht», so Nexhat T. gegenüber «Bild».

Dann habe er plötzlich seinen Bruder am Boden liegen gesehen und Schäfer, der den geständigen Kosovo-Albaner mit den Fäusten attackieren wollte: «Da ich mein Glas noch in der Hand hatte und mich wehren wollte, habe ich zugeschlagen.» Doch die blutige Attacke blieb auch für Nexhat T. nicht ohne Folgen. Er musste sich seine blutig geschnittene Hand mit neun Stichen im Krankenhaus nähen lassen.

Als Grund für die Rangelei, die zu dem Blutvergiessen geführt hat, gibt der Küchengehilfe an, dass sein Bruder mit einer Blondine in der Disco «The Club» unterwegs gewesen war. Und sich Schäfer angeblich mehrfach an diese Frau rangemacht hatte. Das habe zum Streit geführt.

Jetzt fürchtet der 29-Jährige um seinen Job in einem Magdeburger Restaurant. Dennoch: Bei Gustav Schäfer will er sich nicht entschuldigen - nur beim Besitzer des Nachtklubs, sagte der 29-Jährige gegenüber dem Blatt.

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