Gut 20 Millionen Dollar für ein «Stück Papier»
Aktualisiert

Gut 20 Millionen Dollar für ein «Stück Papier»

Das Auktionshaus Sotheby's in New York hat eine seltene Kopie der Magna Charta von 1215 für den Rekordpreis von 21,3 Millionen Dollar an einen per Telefon bietenden Käufer versteigert.

Das 1297 ins englische Recht aufgenommene Dokument erklärt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind - einschliesslich des Königs. Die Rechtecharta wurde König Johann I. ("Ohneland") vom revoltierenden Adel abgerungen.

Das Wachssiegel seines Nachfolgers, König Edward I. , ist auf dem Dokument noch zu sehen. Die Magna Charta gilt in Grossbritannien bis heute als wichtigste Grundlage des Verfassungsrechts. Auch in anderen Demokratien hat sie die Formulierung der Menschen- und Freiheitsrechte entscheidend geprägt.

Das handgeschriebene Dokument war eines von insgesamt nur noch 17 verbliebenen Magna-Charta-Exemplaren, die grösstenteils in britischen Nationalarchiven, Kathedralen oder Universitäten aufbewahrt werden. Angeboten wurde das Manuskript von der Stiftung des früheren US-Präsidentschaftskandidaten Ross Perot.

Diese hatte die Kopie der Magna Charta 1984 von der Familie Brudenell aus dem englischen Northamptonshire gekauft, die das Dokument seit hunderten Jahren besass. Den Erlös der Auktion will die Stiftung wohltätigen Zwecken zugute kommen lassen.

(sda)

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