Arno Del Curto : «Gut, dass wir mal eins aufs Dach bekommen»
Aktualisiert

Arno Del Curto «Gut, dass wir mal eins aufs Dach bekommen»

Meister HC Davos droht die Höchststrafe: eine 0:4-Schlappe in den Viertelfinals gegen die ZSC Lions. Trainer Arno Del Curto nimmt die ganze Schuld auf sich.

von
Mal
Eine ungewohnte Situation für Arno Del Curto: Der Erfolgstrainer muss mit dem HCD in den Playoffs untendurch – liegt 0:3 zurück.

Eine ungewohnte Situation für Arno Del Curto: Der Erfolgstrainer muss mit dem HCD in den Playoffs untendurch – liegt 0:3 zurück.

«Wir werden nochmals kämpfen», verspricht Del Curto zwar vor dem heutigen vierten Spiel im Zürcher Hallenstadion (19.45 Uhr, Teleclub). Doch überzeugt, dass sein Team der Serie nochmals eine Wende geben kann, scheint er nicht. Ob das Taktik ist, um den Druck von den Spielern zu nehmen, oder nicht – Del Curto hat für seine Schwarzmalerei Argumente.

«Wir sind angeschlagen, nicht mehr wach und frisch genug», erklärt er. «Das ist allein meine Schuld. Vor den Spielern ziehe ich den Hut, sie haben in dieser Saison Grossartiges geleistet.» Er habe seine Schlüsselspieler wegen der Verletztenmisere während der ganzen Saison zu sehr forciert, um trotzdem an der Spitze mitspielen zu können, und nun sei der «Pfupf» draussen. Selbst im letzten Spiel der Qualifikation gegen Biel (4:1-Sieg) hätten sie nochmals Gas gegeben, «denn wir wollten ja den Strichkampf nicht verfälschen und am Ende schuld sein.»

Aussichten sind «ganz schlecht»

Der HCD hat zwar 2008 gegen Zug schon mal einen 0:3-Rückstand gedreht. Doch Fragen, ob so ein Wunder nochmals möglich sei, kanzelt Del Curto als «ganz schlecht» ab: «Das lässt sich nicht vergleichen – damals waren wir noch frisch.» Man staune: Der Davoser Trainer kann sich mit dem Gedanken eines vorzeitigen Scheiterns anfreunden.

«Es tut dem HCD gut, dass er mal untendurch muss. Es ist gut, dass wir eins aufs Dach bekommen. Dann merken die Leute mal, dass Del Curto nicht einfach die Hand auflegen kann und dann sind wir wieder da», enerviert er sich. «Niemand kann ständig gewinnen – nicht mal Bayern München, wie man derzeit sieht.» (Mal /20 Minuten)

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