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Reaktionen im Netz«Gut, hat man diese Bande in die Wüste geschickt»

Die Nachricht, dass Matthias Hüppi Präsident des FC St. Gallen wird, sorgt für Euphorie in der Ostschweiz. Doch es gibt auch kritische Stimmen.

von
viv
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Nach 38 Jahren als Sportmoderator wechselt Matthias Hüppi (59) vom Schweizer Fernsehen SRF zum FC St. Gallen.

Nach 38 Jahren als Sportmoderator wechselt Matthias Hüppi (59) vom Schweizer Fernsehen SRF zum FC St. Gallen.

Keystone/Benjamin Manser
Beim Ostschweizer Traditionsverein wird er ab Mitte Januar das Amt des Präsidenten übernehmen.

Beim Ostschweizer Traditionsverein wird er ab Mitte Januar das Amt des Präsidenten übernehmen.

Keystone/Benjamin Manser
Aufgrund seines emotionalen und ehrlichen Auftretens an der Pressekonferenz, hinterliess Hüppi einen positiven Eindruck bei den meistens Grün-Weissen Anhängern.

Aufgrund seines emotionalen und ehrlichen Auftretens an der Pressekonferenz, hinterliess Hüppi einen positiven Eindruck bei den meistens Grün-Weissen Anhängern.

Keystone/Benjamin Manser

Es ist die Transfer-Bombe des Jahres: Nach 38 Jahren als Sportmoderator wechselt Matthias Hüppi (59) vom Schweizer Fernsehen SRF zum Ostschweizer Traditionsverein und wird ab Mitte Januar als vollamtlicher FCSG-Präsident amten.

Online-Umfragen von diversen Medien zeigen, wie geschlossen die Region hinter Hüppi steht: Zwischen 80 und 90 Prozent der Befragten glauben, dass der St. Galler der richtige Mann für den Verein ist. Auf solche Werte kommen sonst nur koreanische Despoten.

«Wir leben wieder»

Der überraschende Amtsantritt löste vor allem im Netz ein grosses Echo aus. Es herrscht Aufbruchstimmung in der St. Galler Fanszene. «Wir leben wieder!», «Ich bin voll mit positiven grün-weissen Emotionen» oder «Die nächste Saison könnte richtig geil werden», sind nur drei von unzähligen Kommentaren im fcsgforum. Auch auf Facebook kennt die Freude der Fans keine Grenzen: «Weihnachten findet schon heute statt», schreibt einer.

Die Fans sind sich einig, dass sich etwas im Verein ändern musste. Die abtretende Vereinsführung bekommt denn auch ihr Fett weg: «Ich bin froh, dass man diese Bande da oben endlich in die Wüste geschickt hat» oder «Hernandez war eine Fehlbesetzung», heisst es etwa.

Nicht zu früh loben

Doch obwohl die positiven Reaktionen überwiegen, gibt es einige, die dem neuen Präsidenten nicht zu früh Rosen streuen wollen. «Abwarten – geredet wurde in den letzten Jahren immer viel», schreibt der Forums-User Pirat Smirnoff. Tatsächlich erlebten St. Galler Fans in jüngerer Zeit den einen oder anderen enttäuschenden Personalentscheid.

Ein Fan erinnert dabei speziell an einen ehemaligen Trainer: «Jetzt erstmal auch die Leistung abwarten, bevor alles in den Himmel gelobt wird. Joe Zinnbauer hat auch immer eine gute Show geliefert, aber es war schliesslich nichts dahinter», so User Burni.

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