«Gut ist geil»: Gourmesse gegen Schnäppchen-Kultur
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«Gut ist geil»: Gourmesse gegen Schnäppchen-Kultur

Die Feinschmeckermesse Gourmesse lädt zum zwölften Mal zu einer kulinarischen Reise durch die Welt des Genusses ein.

Exklusive Käse. Edle Weine. Besondere Whiskys und Rums. Olivenöle, Wurstwaren und Fische. Wenn am Freitag die Gourmesse zum zwölften Mal im Zürcher Kongresshaus beginnt, laden 150 Aussteller aus der ganzen Schweiz zum Degustieren, Diskutieren und Delirieren ein – eine kulinarische Reise, die Feinschmecker-Herzen höher schlagen lässt.

Stefan Schramm, findiger Organisator der Ausstellung, stellt die Gourmesse dieses Jahr bewusst der «Geiz ist geil»-Mentalität gegenüber. Er habe die Nase voll von Schnäppchenjägern, die statt am Produkt nur am Preis riechen. «Gut ist geil», verkündet er stattdessen und weist auf den kulinarischen Reichtum der Schweiz hin.

Gastregion in diesem Jahr ist das Tessin mit neun Ständen. An einer Merlot-Sondershow mit einem zehn Meter langen Spezialstand wird gezeigt, wie sich Boden und Klima auf die Traubensorte auswirken. Zudem präsentieren vier Tessiner Grottoköche während Kochshows ihr Können.

Ergänzt werden die Ausstellungen durch Workshops, Degustationen und Seminare. Besucher können beispielsweise an einer Degustation von 148 Olivenölen teilnehmen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgt die Schweizer Meisterschaft im Austernöffnen, die am Samstag erstmals an der Gourmesse ausgetragen wird. Am Sonntagnachmittag wird ausserdem der Giolito Dessert Award verliehen: In einer grossen Show werden die besten Dessertkreationen gekürt – und können danach vom Publikum verspiesen werden.

Jan Graber

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