Schweizer Bilanz: Gut überstrahlt eine positive Ski-Saison
Aktualisiert

Schweizer BilanzGut überstrahlt eine positive Ski-Saison

Mit Lara Gut hat die Schweiz wieder eine Seriensiegerin. Trotz zahlreicher Erfolge im Olympia-Winter gibt es bei Swiss-Ski aber noch Baustellen.

von
Herbie Egli

In der abgelaufenen Ski-Saison war die 22-jährige Tessinerin die Schweizer Erfolgsgarantin. Sieben Saisonsiege fuhr Gut heraus und gewann neben Olympia-Abfahrtsbronze die Super-G-Kristallkugel. Wären ihre Resultate im Riesenslalom konstanter gewesen, hätte Gut auch in dieser Disziplin um die kleine Kugel sowie um den Gesamtweltcup mitfahren können. Beides ist der blonden Tessinerin in Zukunft zuzutrauen. Ein weiteres Highlight bei den Frauen war der Abfahrts-Olympiasieg von Dominique Gisin. Sie war die erste Schweizerin nach Michela Figini 1984, die in der Königsdisziplin Gold gewann.

Die Schweizer Männer schafften den Turnaround nach der verkorksten Saison 2012/13 schneller als erwartet. Unter dem neuen österreichischen Cheftrainer Walter Hlebayna sorgten Patrick Küng und Didier Défago in den Speedrennen wieder für Siege und einen Podestplatz. Carlo Janka hat seine gesundheitlichen Probleme in den Griff gekriegt und in den technischen Disziplinen den Anschluss an die erweiterte Spitze wieder geschafft. Während im Slalom junge Fahrer wie Luca Aerni für positive Resultate sorgten, fehlt es aber vor allem im Riesenslalom an der Breite.

Der schwere Gang in den Weltcup

Generell besteht in der Schweiz ein Problem bei der Schnittstelle zwischen Europacup und Weltcup, das die Führungscrew angehen will und muss. Mit Thomas Tumler und Michelle Gisin stellt die Schweiz immerhin beide Europacup-Gesamtsieger. Dadurch haben sowohl Tumler wie auch Gisin in der nächsten Weltcup-Saison einen fixen Startplatz in allen Disziplinen.

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