Aktualisiert 21.05.2013 18:31

Belgier enttäuschtGutachten zu Car-Unfall verärgert Eltern

Die Eltern der Opfer des Busunglücks im Wallis sind mit dem neusten Gutachten nicht zufrieden. Sie werden wohl weitere Ermittlungen verlangen.

von
hal

Unaufmerksamkeit oder ein Schwächeanfall des Chauffeurs sind wahrscheinlich der Grund für den tragischen Car-Unfall, bei dem am 13. März 2012 bei Sierre 22 Kinder und sechs Erwachsene aus Belgien den Tod fanden. Zu diesem Schluss kommt das neue Gutachten zum Busunfall im Wallis, dessen Resultate heute Dienstag veröffentlicht wurden.

Die belgischen Medien nehmen den Expertenbericht aus der Schweiz kritisch auf. «Eltern durch Mangel an Sicherheit enttäuscht» titelt deredactie.be. Ins selbe Horn stossen die anderen belgischen Newsportale.

Der Walliser Staatsanwalt Olivier Elsig war am Montag extra nach Belgien gereist, um die Familien über das Gutachten der Lausanner Rechtsmediziner zu informieren. Er konnte die Eltern der Opfer nicht zufriedenstellen. Seit dem Drama machen sie der Schweiz schwere Vorwürfe – zuletzt, weil die Retter erst zu spät eingegriffen hätten.

Un accident de car fait 28 morts en Valais

«Es bleibt bei Hypothesen, während die Menschen Klarheit suchen», teilte Anwalt Dirk Vanden Boer mit, der viele der betroffenen belgischen Eltern vertritt. Vermutlich würden die Eltern jetzt ergänzende Untersuchungen verlangen, kündigte Vanden Boer an. Dabei geht es auch um Geld: Die Schuldfrage hat Einfluss auf den Zivilprozess gegen das Busunternehmen, den der Anwalt anstrebt.

Accident de car à Sierre

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