Aktualisiert 16.05.2007 09:53

Gute Aussichten für KMU der Hotellerie

Die Klein- und Mittelklasshotellerie ist ein wichtiges Standbein für den Schweizer Tourismus.

Die Perspektiven für diese Hotelkategorien sind gemäss einer am Mittwoch veröffentlichten Zwischenstudie von BAK Basel Economics gut.

Über 90 Prozent aller Schweizer Hotels gehören der Klein- und Mittelklasshotellerie an, wie Richard Kämpf von BAK Basel Economics an einer gemeinsam mit GastroSuisse und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) organisierten Pressekonferenz sagte. Auffallend sei dabei, dass nicht klassierte Hotelbetriebe mit einem Anteil von zwei Dritteln klar dominierten. Mehr als die Hälfte der Schweizer Gäste würden in einem Hotelzimmer der Preisklasse unter 100 Franken übernachten. Bei den ausländischen Gästen betrage dieser Anteil rund 30 Prozent. Die BAK sieht in diesen Betrieben viel Potenzial und erwartet, dass die Marktnachfrage in der Klein- und Mittelklasshotellerie jene im Erstklass- und Luxussegment überwiegen wird.

Für Karl Koch vom Seco sind die kleinen Hotels ein wichtiges Glied in der touristischen Angebotskette, weil sie eine flächendeckende Versorgung sicherstellen. Der Schweizer Tourismus brauche nicht nur Angebote an zentralen Orten sondern auch in den Nischen des ländlichen Raumes und in den Agglomerationen. Diese Betriebe würden die Wahlmöglichkeit der Gäste erhöhen und den Wettbewerb beleben. Zu den Instrumenten des Seco zur Förderung der KMU zählen das KMU-Portal, die Leistungen der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit sowie insbesondere auch das Bundesgesetz über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus, Innotour.

GastroSuisse will sich nach den Worten von Zentralpräsident Klaus Künzli auch in Zukunft überzeugt für dieses Hotelsegment einsetzen. Für die Schweiz sei es nicht gesund, wenn sie nur noch zum Hort von Superreichen werde. Auch Gäste mit bescheideneren Budgets sollten angesprochen werden können. In der im Herbst 2006 lancierten Hotel-Kategorisierung Hot-C haben sich bis heute rund 70 Betriebe einteilen lassen. (dapd)

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