Neue Rektorin: «Gute Lehre und Forschung sind wichtig»
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Neue Rektorin«Gute Lehre und Forschung sind wichtig»

Die Wirtschaftsprofessorin Andrea Schenker-Wicki wird neue Rektorin der Universität Basel. Sie tritt am 1. August die Nachfolge von Antonio Loprieno an.

von
cs
Andrea Schenker-Wicki wird die erste weibliche Rektorin in der Geschichte der Universität Basel.

Andrea Schenker-Wicki wird die erste weibliche Rektorin in der Geschichte der Universität Basel.

Die 55-jährige Zürcher Ökonomin Andrea Schenker-Wicki tritt am 1. August die Nachfolge des zurücktretenden Antonio Loprieno an. Loprieno hatte das Amt seit 2005 inne. Mit der Wahl der Zürcher Wirtschaftsprofessorin zur neuen Rektorin wird die Universität Basel erstmals von einer Frau geleitet.

Ausserdem wird das Amt zum ersten Mal von einer Person ausgeübt, die zuvor nicht an der Uni Basel tätig war.

Die Regenz habe in ihrer Sitzung vom Mittwoch Schenker-Wicki mit einem komfortablen Ergebnis für vier Jahre zur neuen Rektorin gewählt. Der Universitätsrat bestätigte die Wahl am Mittwoch. «Die Wahl hat mich überrascht», sagt Schenker-Wicki.

Bologna-System optimieren

Bei ihrem Antritt am 1. August möchte die Professorin zuerst einmal alles kennenlernen. Den Fokus auf das Wesentliche wird sie aber kaum verlieren: «Für mich ist es ganz wichtig, dass wir an dieser Universität eine gute und hochstehende Lehre haben, genauso wie eine gute Forschung» sagt Schenker-Wicki. Sie wolle den guten Weg weiter gehen, der bereits von ihrem Vorgänger eingeschlagen wurde.

Als Rektorin will sie sich für die Verbesserung des Bologna-Systems einsetzen. «Ich möchte die Fehler, die bei der Umsetzung des Systems an der Uni Basel gemacht wurden, korrigieren», so die Neo-Rektorin. Die momentane Häppchen-Lehre sei nicht Sinn und Zweck der Sache gewesen. Das System müsse zugunsten der Studierenden optimiert werden. Dieses Vorhaben werde zwar einige Jahre in Anspruch nehmen, doch werde sie sich an der nächsten Rektorenkonferenz wieder dafür stark machen.

Die gewählte Rektorin will in Basel eine Wohnung mieten, aber vorläufig mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern ( 10 und 14) in Zürich wohnhaft bleiben.

Prorektorin in Zürich

Andrea Schenker-Wicki war von 2012 bis 2014 Prorektorin der Universität Zürich und bewarb sich damals erfolglos für das Rektorenamt. 2001 war sie als ordentliche Professorin für Betriebswirtschaftslehre an die Universität Zürich berufen worden. Mit der Wahl der Zürcher Professorin verbinde der Universitätsrat von Basel die Hoffnung, dass die Kooperation mit den Zürcher Universitäten vertieft werden könne.

Eines ihrer Spezialgebiete ist die Evaluation von Hochschulen. Ihre Habilitationsschrift befasste sich 1995 mit dem Thema «Evaluation von Hochschulleistungen, Performance Measurements und Leistungsindikatoren». Von 1997 bis 2001 war Andrea Schenker-Wicki im Bundesamt für Bildung und Wissenschaft, dem heutigen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, als Chefin der Sektion Universitätswesen tätig.

(cs/sda)

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