Aktualisiert 19.08.2009 09:43

Trotz MillionenverlustGute Perspektiven für Zug

Offiziell weist der EVZ Sport AG einen Verlust von 236 354 Franken aus. In Tat und Wahrheit haben die Zuger mit dem Eishockey-Geschäft letzte Saison bei einem Umsatz von 10,5 Millionen gut eine Million verloren.

von
Klaus Zaugg

Eine Analyse der Bilanz und der Erfolgsrechnung per 30. April 2009 zeigt: Mit der Auflösung von stillen Reserven in der Höhe von 307 276 Franken plus der Aufwertung der Spieler in der Bilanz in der Höhe von 600 000 Franken (von 1,6 auf 2,2 Millionen) konnte das Betriebsergebnis um rund 900 000 Franken «geschönt» werden.

Alles in allem leiden auch die Zuger trotz eines tüchtigen Managements unter zu hohen Spielerlöhnen. Die Kosten für die erste Mannschaft sind in den letzten vier Jahren um rund 80 Prozent gestiegen. Die Löhne sind nur bis maximal 235 000 Franken versichert - bei verletzungsbedingten Ausfällen gehen die Lohnkosten bei einem Spieler, der mehr verdient (wie Dale McTavish) zu Lasten des EV Zug.

Die Perspektiven sind indes recht gut. Im Herbst 2010 erfolgt der Einzug ins neue Stadion. Und dort eröffnen sich neue Ertragsmöglichkeiten. Der EV Zug hat die Gastronomierechte erworben und zu diesem Zweck eine Tochterfirma (Gastro AG) gegründet. Pro Saison wird ein Umsatz von 3,5 Millionen mit Wurst und Bier möglich und davon dürfte eine gute halbe Million als Gewinn übrig bleiben. Hinzu kommen Einnahmen aus den Logen und höhere Zuschauereinnahmen - alles in allem wird es mit ein wenig Glück möglich sein, im neuen Stadion pro Saison eine Million mehr zu erwirtschaften als in der alten Herti-Halle. Und damit stehen die Chancen gut, dass in Zug künftig das Eishockey-Business mehr oder weniger kostendeckend betrieben werden kann. Zumal das Management in allen Bereichen jetzt schon gut arbeitet.

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