Zahl der Meldungen beim toxikologischen Zentrum stark angestiegen: Gute Saison für Pilzsammler
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Zahl der Meldungen beim toxikologischen Zentrum stark angestiegenGute Saison für Pilzsammler

Die Schweiz hat eine gute Pilzsaison hinter sich. Dank wechselhaftem und warmem Wetter gab es in Schweizer Wäldern viel mehr Pilze zu sammeln als in anderen Jahren. Dementsprechend angestiegen ist die Zahl der Anrufe beim toxikologischen Zentrum.

Bis zum Stichtag 7. Oktober gingen beim Schweizerischen toxikologischen Informationszentrum in Zürich 347 telefonische Anfragen ein. Im Vorjahr wurden während des ganzen Jahres nur 271 Meldungen registiert. Wie Oberärztin Cornelia Reichert auf Anfrage sagte, hängt dieser starke Anstieg mit dem guten Pilzjahr zusammen.

Die Anrufer sind Private, Ärzte oder Spitäler, welche abklären wollen, ob der Verzehr gewisser Pilze lebensgefährlich war oder nicht. «Hauptziel ist es, eine Vergiftung mit Knollenblätterpilzen auszuschliessen», sagt Reichert. Vergiftungen mit allen anderen Schweizer Pilzen seien zwar unangenehm, weil sie zu Brechdurchfällen führten, aber nicht unbedingt lebensgefährlich.

Laut Reichert hat es in dieser Saison in der Schweiz noch keinen tödlichen Fall gegeben. Das Inselspital Bern zählt bis jetzt drei vergiftete Sammler, wobei sich laut Spitalangaben alle wieder gut erholt haben. Zwei hatten Satanspilze gegessen, der dritte einen Knollenblätterpilz. Aus dem Unispital Zürich liegen keine Zahlen vor.

(sda)

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