Aktualisiert 21.12.2007 22:00

Gute Stimmung an US-Börsen

Kursgewinne bei Technologie- und Finanzwerten haben den US-Börsen zum Wochenausklang Auftrieb verliehen. Treibende Kraft war vor allem der Blackberry-Hersteller RIM, der am Donnerstag mit seinen Quartalszahlen überzeugt hatte.

Auch ein unerwartet hoher Anstieg der US-Konsumausgaben sorgte kurz vor den Feiertagen für gute Stimmung. Der Finanzsektor profitierte nach Händlerangaben von einem Pressebericht, wonach die US-Investmentbank Merrill Lynch eine Geldspritze in Milliardenhöhe aus Singapur bekommen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,55 Prozent höher bei 13 450 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 241 und 13 473 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P- 500-Index legte 1,67 Prozent auf 1484 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,94 Prozent auf 2691 Punkte.

RIM-Aktien schossen um knapp 11 Prozent in die Höhe. Im Gegensatz dazu mussten die Papiere von Micron Techology einen Kursverlust von rund 5 Prozent hinnehmen. Der Konzern hatte mit seinem Gewinn enttäuscht. Aus dem gleichen Grund wurden die Titel der Elektronik-Kette Circuit City mit einem Minus von 27 Prozent abgestraft.

Merrill-Lynch-Aktien legten um 1,9 Prozent zu und beflügelten auch die Papiere der Rivalen: Goldman Sachs kletterte um 3,4 Prozent, Morgan Stanley um 5,8 Prozent.

Aufatmen an der Wall Street

Die am Freitag in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten liessen die Börsianer aufatmen. Die US-Konsumausgaben stiegen im November um 1,1 Prozent und damit mehr als die erwarteten 0,6 Prozent. Das ist der grösste Anstieg seit zwei Jahren.

Das Vertrauen der US-Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes war zwar im Dezember leicht zurückgegangen. Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan fiel nach endgültigen Berechnungen von Freitag auf 75,5 Punkte von 76,1 Zählern im Vormonat.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 2369 Werte legten zu, 828 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,54 Milliarden Aktien 2080 im Plus, 916 im Minus und 113 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 29/32 auf 100-21/32. Sie rentierten mit 4,168 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 53/32 auf 106-24/32 und hatten eine Rendite von 4,580 Prozent.

(sda)

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