Gute Wasserqualität im Rhein
Aktualisiert

Gute Wasserqualität im Rhein

Im Rhein bei Basel ist die Belastung mit Schmutzstoffen in den letzten Jahren stark gesunken.

Die Schweiz habe damit die von der Internationalen Rheinschutzkommission (IKSR) gesetzten Ziele erfüllt, schreibt das BUWAL.

Der Eintrag von giftigen Schwermetallen wie Quecksilber, Cadmium und Blei in den Rhein habe in den letzten 20 Jahren um 95 Prozent abgenommen, hiess es in der Mitteilung vom Dienstag. Der Zustand anderer Gewässer habe sich ebenfalls stark verbessert; dies dan den grossen Anstrengungen im schweizerischen Gewässerschutz.

Die Wasserqualität in den 1350 Rheinkilometern zwischen Bodensee und Nordsee werde aber weiterhin überwacht. Zweck sei, die Rheinanlieger zu informieren, wenn nach einem Störfall chemische Stoffe in den Rhein gelangten.

Hindernisse für Wanderfische

An der Plenarsitzung am kommenden Donnerstag und Freitag in Bern wird die IKSR sich mit Hindernissen befassen, auf die Wanderfische im Rhein stossen. Mehrere hundert Lachse lebten derzeit im Rhein. Wegen der Stauwehre könnten sie aber längst nicht alle Nebenflüsse erreichen, heisst es in der Mitteilung.

Kraftwerksturbinen verhinderten zudem, dass die Wanderfische nach der Laichzeit wieder Richtung Meere zurückkehren könnten. Die IKSR fordert deshalb von ihren Vertragsparteien, zu überprüfen, wie Fischschäden vermieden oder vermindert werden können.

Ökologische Aufwertung

Weiter will sich die Konferenz für die Wiederherstellung und ökologische Aufwertung des natürlichen Rheinlaufes und der Nebengewässer einsetzen. Auen sollen erhalten oder wieder hergestellt werden, nicht zuletzt als Hochwasserschutz.

In der IKSR setzen sich die Rheinanliegerstaaten für den Gewässerschutz am Rhein ein und geben den einzelnen Staaten Empfehlungen ab. Ihre Mitglieder traten 1950 zum ersten Mal zusammen.

(sda)

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