Satter Gewinn: Gute Zahlen für US-Finanz-Unternehmen
Aktualisiert

Satter GewinnGute Zahlen für US-Finanz-Unternehmen

Die Bank of America macht im zweiten Quartal 2015 über 5 Milliarden Dollar gewinn. Beim Vermögensverwalter Blackrock ziehen Kunden 37 Milliarden ab, Gewinn gibt's trotzdem.

Die Bank of America schreibt im zweiten Quartal 2015 mit über fünf Milliarden Dollar fette Gewinne: Das Logo der Bank of America.

Die Bank of America schreibt im zweiten Quartal 2015 mit über fünf Milliarden Dollar fette Gewinne: Das Logo der Bank of America.

Dank kräftig gesunkener Rechtskosten behält die Bank of America unter dem Strich deutlich mehr Geld in der Kasse. Auch im Tagesgeschäft macht das Geldhaus Fortschritte. Unter dem Strich konnte das Institut im zweiten Quartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,32 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln, wie es am Mittwoch mitteilte. Damit wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Für Rechtsstreitigkeiten musste das Geldhaus im abgelaufenen Vierteljahr vergleichsweise geringe 175 Millionen Dollar zurücklegen. Im Vorjahr waren es noch vier Milliarden Dollar gewesen. Auch im Tagesgeschäft schlug sich die Bank of America nun besser und steigerte die Erträge um knapp zwei Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar.

Kunden ziehen 37 Milliarden bei Blackrock ab

Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock musste dagegen einen überraschenden Kundenschwund vermelden: Im zweiten Quartal zogen die Anleger angesichts der heftigen Ausschläge an den Finanzmärkten unter dem Strich fast 37 Milliarden Dollar ab. Das Auf und Ab an den Märkten im Frühjahr verunsicherte Blackrock-Kunden. Die Firma erklärte, einige Grossanleger hätten investierte Gelder abgezogen, um mehr Bargeld zu horten.

Betroffen waren vor allem Index-Fonds für Profi-Anleger, mit denen Blackrock wenig verdient, wie das erfolgsverwöhnte Investmenthaus am Mittwoch mitteilte. Ein Teil der Gelder wurde in teurere Fonds umgeschichtet. Das stützte den Gewinn: Der Überschuss kletterte geringfügig auf 819 Millionen Dollar, nach 808 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Weil die Investments insgesamt gut liefen, stieg das verwaltete Vermögen dennoch auf 4,7 Billionen Dollar, von 4,6 Billionen Dollar im Vorjahreszeitraum. (sda)

Deine Meinung