Aktualisiert 06.06.2005 13:04

Gutes Dutzend Konten geplündert

Rund ein Dutzend Kunden des PostFinance-Internetdienstes yellownet sind von unbekannten Internet-Betrügern ausgenommen worden.

Postfinance-Sprecher Marc Andrey bestätigte am Montag auf Anfrage in Bern einen entsprechenden Bericht des Schweizer Fernsehens DRS. Wie viel Geld illegal abgehoben wurde, gab Andrey nicht bekannt.

Das yellownet - der E-Banking-Bereich der PostFinance - wurde, wie berichtet, in der Nacht zum Sonntag Ziel einer Betrugsattacke mit so genannten Phishing-Mails geworden. Diese waren von einem Server in Russland versandt worden. Trotz dringender Warnungen fiel rund ein Dutzend PostFinance-Kunden auf die E-Mails herein, in denen sie aufgefordert worden waren, zwecks Überprüfung ihrer E-Mail-Adressen einen Link anzuklicken und ihre E-Mail-Adresse sowie sämtliche Sicherheitscodes zum Einloggen ins yellownet auf der dann erscheinenden Internet-Seite einzugeben. Diese Internet-Seite sieht jener von PostFinance täuschend ähnlich. Auf den Konten dieser Kunden hat tatsächlich Missbrauch stattgefunden, wie Andrey sagte.

Nun gehe es darum, den Schaden möglichst zu begrenzen, sagte Andrey. Niemand wisse, wie lange die Attacke noch dauere. Die Phishing-E-Mails seien im Umlauf. Die Informatiker suchten Wegen, um die E-Mails abzustellen. Die Yellownet-Kunden erhalten in den kommenden Tagen einen Brief von PostFinance, in dem sie an die nötigen Sicherheitsmassnahmen erinnert werden sollen. PostFinance hatte schon am Sonntag betont, dass sie ihre Kunden nie auf diese Weise zur Überprüfung der E-Mail-Adressen auffordere. Zudem verwies sie auf die bei yellownet vorhandenen Sicherheitshinweise.

PostFinance ist nicht das erste Finanzinstitut, das einer derartigen Attacke ausgesetzt ist. Vor einiger Zeit war ein ähnlicher Vorfall bei der Zürcher Kantonalbank bekannt geworden. (dapd)

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