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Paid PostGutes Ergebnis trotz Tiefstzinsen

PostFinance hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz tiefer, teilweise negativer Zinsen an den nationalen und internationalen Finanzmärkten einen Unternehmensgewinn von 575 Millionen Franken erzielt.

von
thw
PostFinance steigerte den Gewinn 2015 um 21,6 Prozent.

PostFinance steigerte den Gewinn 2015 um 21,6 Prozent.

Kein Anbieter/postfinance

Das Jahr 2015 begann mit einem Paukenschlag: Die Schweizerische Nationalbank hob Mitte Januar den Euro-Mindestkurs auf und führte auf Giroguthaben in Schweizer Franken Negativzinsen ein. Dies hat das abgelaufene Geschäftsjahr von PostFinance massgeblich geprägt. Einerseits bezahlte das Finanzinstitut Negativzinsen in mittlerer einstelliger Millionenhöhe. Andererseits führte die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zu Rekordumsätzen im Devisenhandel und damit zu einem höheren Handelserfolg.

Rückgang im Zinsengeschäft

Das Zinsengeschäft ist die Hauptertragsquelle von PostFinance. In diesem Bereich nahm der Erfolg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 34 Millionen Franken ab. Das tiefe beziehungsweise negative Zinsniveau trifft PostFinance besonders hart, da sie aufgrund des Kreditverbots gezwungen ist, die ihr anvertrauten Kundengelder an den nationalen und internationalen Finanzmärkten anzulegen. Dadurch kann sie nicht von den stabilen Margen im kommerziellen Kreditgeschäft profitieren.

Neue Geschäftsfelder erschliessen

Im aktuellen Marktumfeld ist es für die nachhaltige Profitabilität von PostFinance entscheidend, neue Geschäftsfelder zu erschliessen, in denen sie zinsunabhängige Erträge erzielen kann. Dabei spielt die Entwicklung digitaler Bankdienstleistungen eine zentrale Rolle. PostFinance ist Marktführerin und Innovationsleaderin im Mobile Payment in der Schweiz und will ihren Kunden mit modernen mobilen Zahlungslösungen den Umgang mit Geld so einfach wie möglich machen.

TWINT: Das digitale Portemonnaie der Schweiz

Anfang November 2015 hat PostFinance mit TWINT die erste Payment- und Shopping-App der Schweiz lanciert. TWINT ist sowohl an den Ladenkassen, als auch im E-Commerce, in anderen Apps und für Zahlungen unter Freunden (P2P) einsetzbar. Damit ist TWINT die technologisch führende Bezahl-App der Schweiz. Im laufenden Jahr sind diverse Weiterentwicklungen geplant. Bereits in den kommenden Wochen folgen Funktionalitäten, die über das reine Payment hinausgehen. So werden beispielsweise Geschäfte ihren Kunden via TWINT Coupons und Rabatte anbieten können. Und ab Sommer 2016 wird es möglich sein, das Bankkonto bei Bezahlungen direkt zu belasten.

Video Akzente 2015

(thw/20 Minuten)

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