Zürcher Gesundheitsamt-Chef im ZDF-Interview – «Gutmütige Diktatur eine gute Art und Weise, um Pandemie zu bewältigen»
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Zürcher Gesundheitsamt-Chef im ZDF-Interview«Gutmütige Diktatur eine gute Art und Weise, um Pandemie zu bewältigen»

Der Leiter des Zürcher Amtes für Gesundheit kam in der ZDF-Doku zu den Corona-Protesten in der Schweiz zu Wort. Seine Aussagen werfen Fragen auf.

von
Lynn Sachs

In einem Interview mit dem ZDF sagte Peter Indra, Chef des Zürcher Amtes für Gesundheit, dass eine gutmütige Diktatur in einer Pandemie eine gute Art und Weise sei, um die Pandemie zu bewältigen.

Video: ZDF

Darum gehts

  • Der Beitrag zu den Corona-Protesten in der Schweiz wurde am Mittwochabend im «Auslandsjournal» des ZDF ausgestrahlt.

  • Darin wurde unter anderem die «tiefe Spaltung» der Schweiz und «grosse Impfskepsis» thematisiert.

  • Im Beitrag äusserte sich auch der Leiter des Zürcher Amtes für Gesundheit Peter Indra.

Diese Woche berichtete das ZDF im «Auslandsjournal» über die Corona-Proteste in der Schweiz. Zur Sprache kam auch die im Vergleich zu anderen Ländern in Westeuropa tiefe Impfquote hierzulande. Wie es im Beitrag des deutschen Senders heisst, findet Peter Indra, Chef des Zürcher Amtes für Gesundheit, es sei höchste Zeit für mehr Druck. «Im Grunde genommen ist in einer Pandemie eine gutmütige Diktatur eine gute Art und Weise, um die Pandemie zu bewältigen. Manchmal braucht es auch zentralistische Entscheide, die umgesetzt werden», sagt Indra vor der Kamera. Was er genau damit meint, bleibt offen.

Laut der Zürcher Gesundheitsdirektion ging es beim mehrminütigen Interview mit Peter Indra unter anderem um die Frage, ob es bei der Bewältigung der Pandemie sinnvoll sei, den Föderalismus hochzuhalten oder nicht. «Die in der Auslandsjournal-Ausgabe vom Mittwoch ausgestrahlte Antwort ging dahin, dass es in jeder Krise, die eben weltweit und grenzüberschreitend ist, zentral gesteuerte Entscheide braucht, die im Einklang mit den Kantonen stehen, die aber schweizweit gleich umgesetzt werden müssen, damit man zum Ziel kommt», sagt Sprecher Jérôme Weber. Dafür habe man ja auch ein nationales Epidemiegesetz und dafür hatte der Bundesrat ja auch den Lead während der ausserordentlichen Lage der Pandemie, so Weber.

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