Geplatzte Ballons-Aktion: Gutscheine im Wert von 200’000 Franken landeten am falschen Ort
Publiziert

Geplatzte Ballons-AktionGutscheine im Wert von 200’000 Franken landeten am falschen Ort

Zum Jubiläum liess die Berner Bank EEK 10’000 Ballone in die Luft. Diese sollten eigentlich in und um die Stadt Bern landen, damit sich Kunden am Schalter ein Zwanziger-Nötli abholen konnten. Die meisten der Ballone flogen aber zu weit, manche gar bis nach Süddeutschland.

1 / 5
10’000 Luftballone flogen über die Region Bern.

10’000 Luftballone flogen über die Region Bern.

Facebook/Bank EEK
Die Regionalbank EEK liess sie am Samstagnachmittag in die Luft steigen. Anlass dazu ist das 200-jährige Jubiläum der Bank.

Die Regionalbank EEK liess sie am Samstagnachmittag in die Luft steigen. Anlass dazu ist das 200-jährige Jubiläum der Bank.

Facebook/Bank EEK
Die Ballone sollten eigentlich in der Stadt und Agglomeration Bern landen. Sie flogen aber bis ins Emmental, nach Langenthal, den Kanton Aargau,  einige sogar bis nach Süddeutschland.

Die Ballone sollten eigentlich in der Stadt und Agglomeration Bern landen. Sie flogen aber bis ins Emmental, nach Langenthal, den Kanton Aargau, einige sogar bis nach Süddeutschland.

Facebook/Bank EEK

Für die Jubiläumsaktion der Berner Regionalbank EEK wurden am Samstag in Münchenwiler BE 10’000 Ballone mit Bargeld-Gutscheinen im Wert von insgesamt 200’000 Franken in die Luft gelassen. Von da aus sollten die Ballone in Richtung Agglomeration und Stadt Bern fliegen, um dort die Bewohnerinnen und Bewohner zu erfreuen. An jedem Ballon hing ein Gutschein, mit dem bei einem EEK-Schalter 20 Franken in Bar ausbezahlt wurden. Dazu kam es aber nicht oder nur selten: «Die Ballone sind nicht dort gelandet, wo wir es vorgesehen haben», räumt Daniel Pfanner, Chef der Bank EEK gegenüber der «Berner Zeitung» ein. Obwohl die Bank extra einen Experten beigezogen hatte, flogen die roten Ballone bis ins Emmental, nach Langenthal, den Kanton Aargau, einige sogar bis nach Süddeutschland.

Dabei hatte die Bank ihr Vorhaben «minutiös abgeklärt», wie sie im Vorfeld schrieb. Nach «etlichen Testflügen» habe sich Münchenwiler als ideale Startbasis herausgestellt. Auch seien Experten zur Evaluation beigezogen worden.

Das Geld wird fliessen, aber langsamer

«Es enttäuscht mich, dass die Ballone nicht in der Region Bern zu Boden gingen und von den Bernerinnen und Bernern gefunden werden konnten», so Pfanner. Bislang wurden nur wenige der Gutscheine à 20 Franken bei der Bank eingelöst. Weil die Ballon weiter flogen als gedacht, rechnet die EEK damit, dass es länger dauern könnte, bis die Gutscheine in den Filialen eingelöst werden. Da für jeden eingelösten Gutschein auch eine von drei Berner Institutionen unterstützt werden sollte, erhalten diese den budgetierten Betrag auch ohne die abgegebenen Gutscheine.

Keine Umweltsünde

Die Aktion hatte im Vorfeld teilweise für Kritik gesorgt. Umweltschützer betonen immer wieder, dass solche Ballon-Aktionen schädliche Auswirkungen für Tier und Umwelt haben können. Gemäss der EEK war sämtliches in Luft gegangene Material zu 100 Prozent biologisch abbaubar.

(RC)

Deine Meinung