Neue Frisur, ohne Brille: Guttenberg ist wieder da
Aktualisiert

Neue Frisur, ohne BrilleGuttenberg ist wieder da

Acht Monate nach seinem Rücktritt ist der einstige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zurück ins Rampenlicht getreten. Er referierte runderneuert an einer Konferenz in Kanada.

Guttenberg vorher (rechts) und nachher: Acht Monate nach seinem Rücktritt präsentiert sich der ehemalige deutsche Verteidigungsminister bei seinem Comeback in der Öffentlichkeit mit neuer Frisur und ohne Brille.

Guttenberg vorher (rechts) und nachher: Acht Monate nach seinem Rücktritt präsentiert sich der ehemalige deutsche Verteidigungsminister bei seinem Comeback in der Öffentlichkeit mit neuer Frisur und ohne Brille.

Der wegen eines Plagiatsskandals zurückgetretene Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist bei einer sicherheitspolitischen Konferenz in Halifax auf die öffentliche Bühne zurückgekehrt. Guttenberg diskutierte am Samstag auf dem Internationalen Sicherheitsforum mit dem Vorsitzenden der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, James Hoge, über mögliche Auswirkungen der wirtschaftlichen Turbulenzen in Europa und den USA auf die weltweite Sicherheitslage.

Bei der Konferenz sind neben Wissenschaftlern und Militärs ranghohe Politiker aus aller Welt vertreten, darunter US-Verteidigungsminister Leon Panetta und sein israelischer Kollege Ehud Barak. Auch der US-Senator und frühere Präsidentschaftsbewerber John McCain steht auf der Rednerliste.

Dialog über den «grossen Teich»

Guttenberg nimmt als «Distinguished Statesman» («herausragender Staatsmann») des Center for Strategic and International Studies (CSIS) an der Veranstaltung teil. Das renommierte Politik-Institut in Washington hatte Ende September mitgeteilt, Guttenberg die ehrenamtliche Funktion zu übertragen.

Der deutsche Ex-Minister soll an der Denkfabrik eine transatlantische Dialoginitiative leiten, bei der Meinungsführer und Politiker aus Europa und den USA über Wirtschafts- und Sicherheitsfragen diskutieren. Das Institut hatte seine Entscheidung mit Guttenbergs Leistungen bei der Reform der Bundeswehr und mit seinem langjährigen Einsatz für die transatlantischen Beziehungen begründet.

Guttenberg tritt zurück

Doktortitel erschlichen

Guttenberg war am 1. März wegen der Plagiatsaffäre um nicht gekennzeichnete Zitate in seiner Doktorarbeit von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten. Der CSU-Politiker hatte die Vorwürfe zunächst als absurd zurückgewiesen. Später sah die Universität in Bayreuth eine vorsätzliche Täuschung als erwiesen an und erkannte ihm den Doktortitel ab.

Im Sommer zog Guttenbergs Familie in die USA um. In Halifax präsentierte er sich mit neuer Frisur und ohne Brille. Es war Guttenbergs erster öffentlicher Auftritt seit dem Rücktritt Anfang März. (sda)

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