Aktualisiert 20.01.2016 15:28

Basler Regierungspräsident

Guy Morin tritt ab – erste Kandidaten bekannt

Der Basler Regierungspräsident Guy Morin stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Bei den Grünen melden bereits vier Kandidaten ihr Interesse an seinem Amt.

von
woz

Der Basler Regierungspräsident Guy Morin (Grüne) stellt sich im Herbst nicht zur Wiederwahl, wie er am Mittwoch mitteilte. Der 60-Jährige hatte seine Mitarbeiter bereits am Dienstag über seinen Entscheid informiert. «Nach zwei Legislaturen Aufbauarbeit ist das 2009 neu geschaffene Präsidialdepartement nun gut aufgestellt und bei der Bevölkerung wie auch in der Verwaltung als Departement verankert», so Guy Morin. Nun soll es von einer neuen Vorsteherin oder einem neuen Vorsteher in die Phase der Weiterentwicklung geführt werden.

Über Morins Abgang war schon länger spekuliert worden. Bereits nach seiner letzten Wiederwahl 2012 machten Gerüchte die Runde, es werde seine letzte Amtszeit. «12 Jahre sind eine gute Zeit und es gibt schliesslich immer auch eine Zeit danach, die man planen muss», so Morin. Mit 60 Jahren fühle er sich noch fit genug, etwas neues anzupacken.

Sicher ist, dass er nicht mehr als Arzt praktizieren wird. Dafür hat Morin den weissen Kittel zu lange abgelegt. «Ich werde meinen Beitrag aus der Zivilgesellschaft heraus leisten», sagt er. Als mögliche Betätigungsfelder nennt er den Asylbereich oder die Entwicklungszusammenarbeit, die ihm am Herzen liegen. Sein Ausscheiden aus der Regierung habe er eng mit der Partei abgesprochen.

Kandidatenkarussell dreht bereits

In den Reihen der Grünen gibt es bereits vier Namen auf der Shortlist für seine Nachfolge. Zuoberst steht Parteipräsidentin Elisabeth Ackermann. «Ich bin interessiert», sagt die scheidende Grossratspräsidentin auf Anfrage. Ihre Kandidatur sei aber noch nicht definitiv. Ambitionen haben auch die Grossräte Thomas Grossenbacher und Michael Wüthrich angemeldet, ebenso die Riehener Einwohnerrätin Marianne Hazenkamp-von Arx, die allerdings weit weniger bekannt ist. Die Grünen werden ihre Nomination im März bekanntgeben, wie Ackermann mitteilte.

Eine parteiinterne Ausmarchung ist auch bei der LDP im Gang. Bildungsdirektor Christoph Eymann verabschiedet sich nach vier Amtszeiten ebenfalls aus der Regierung. Die Liberaldemokraten verfügen über mehrere profilierte Köpfe in ihren Reihen, die sich um seine Nachfolge bewerben könnten. Als Favoriten werden Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein und Conradin Cramer gehandelt.

SVP wittert Morgenluft

Derweil dreht sich auch bei der SVP das Kandidatenkarussell. Die Volkspartei möchte im Oktober endlich einen Sitz in der Exekutive erobern. Die «Basler Zeitung» hat heute den ehemaligen Novartis-Schweiz-Chef Pascal Brenneisen ins Spiel gebracht. Der Topmanager dürfte im gesamten bürgerlichen Lager auf breite Akzeptanz stossen. Mit einer Kandidatur würde er entweder den den Grünen oder der SP einen Sitz streitig machen.

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