Guy Morin über «Saw II»: «Der Film gehört verboten»
Aktualisiert

Guy Morin über «Saw II»: «Der Film gehört verboten»

Regierungsrat Guy Morin appelliert an die Basler Kinobetreiber, den Film «Saw II» nicht zu zeigen – wegen sinnloser, sadistischer Gewalt. Der Film läuft am 9. Februar an.

Bei «Saw II» geraten Menschen in das mörderische Spiel des sogenannten Jigsaw-Killers. Blutig und detailliert wird gezeigt, wie seine Opfer mit allen Mitteln um ihr Leben kämpfen. «Dieser Film ist einfach krank», so Regierungsrat Guy Morin. Für ihn sei der «Suspense-Thriller» reine Gewaltdarstellung ohne jegliche Aussage.

Nach der Pressevisionierung am Freitag verliess Morin bleich und schockiert das Kino. Kurz darauf suchte er das Gespräch mit den Kinobetreibern der Stadt. «Ich appelliere an den Ehrenkodex der Filmverleiher und Filmbetreiber, auf die Ausstrahlung dieses kranken Films zu verzichten», sagt Morin. Mündlich habe er schon die Zusage, dass der Film in Basel erst ab 18 Jahren gezeigt werde.

Einen Kinofilm ganz verbieten kann nur die Staatsanwaltschaft. Morin fordert jetzt eine nationale Kommission für Filmfragen. «Das bestehende Gesetz zu Gewaltdarstellungen im Film muss zum Schutz der Jugend und zur Gewaltprävention neu überdacht werden», erklärt Morin. Im Frühling will er dies bei der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektion zum Thema machen.

Denise Dollinger

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