Aktualisiert 21.01.2016 09:32

Angst vor Vergiftung

Guzmáns Hund kostet Gefängnisessen vor

Um eine weitere Flucht von «El Chapo» zu verhindern, wird er derzeit häufig in andere Zellen verlegt. Doch auch dem Drogenboss ist das Gefängnis nicht ganz geheuer.

von
kko
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Sechs Männer gekidnappt, unter ihnen wohl ein Sohn von «El Chapo»: Bewaffnete Beamte vor dem Restaurant La Leche in Puerto Vallarta, wo es zu der Entführung kam. (16. August 2016)

Sechs Männer gekidnappt, unter ihnen wohl ein Sohn von «El Chapo»: Bewaffnete Beamte vor dem Restaurant La Leche in Puerto Vallarta, wo es zu der Entführung kam. (16. August 2016)

Keystone/Ulises Ruiz Basurto/EPA
Hinter Gittern: Juan Manuel Álvarez hat für Joaquin «El Chapo» Guzman und dessen Sinaloa-Kartell Geld gewaschen. (27. März 2016)

Hinter Gittern: Juan Manuel Álvarez hat für Joaquin «El Chapo» Guzman und dessen Sinaloa-Kartell Geld gewaschen. (27. März 2016)

Keystone/Mexico's Federal Police, or SEGOB, via AP
Bereits länger sitzt Joaquin «El Chapo» Guzmán im Gefängnis. Er lässt in Haft sein Essen vorkosten – von seinem Hund.

Bereits länger sitzt Joaquin «El Chapo» Guzmán im Gefängnis. Er lässt in Haft sein Essen vorkosten – von seinem Hund.

Keystone

Der mexikanische Strafvollzug lässt die Gefängnisnahrung für den am 8. Januar gefassten Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán von einem Hund vorkosten. So solle verhindert werden, dass Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis in Altiplano «vergiftet werden könnte», sagte der Leiter des Justizvollzugs, Eduardo Guerrero dem Sender Radio Formula.

Im Juli war es Guzmán gelungen, aus dem Altiplano-Gefängnis zu entkommen. Um eine weitere Flucht zu verhindern, wird er derzeit häufig in andere Zellen verlegt. Seit der Inhaftierung sei der Drogenboss bereits in elf verschiedenen Zellen untergebracht worden, erläuterte Guerrero.

«Des Fliehens müde» und «deprimiert»

Guzmán ist den Angaben zufolge «deprimiert». Aus den ersten Vernehmungen habe sich ergeben, dass er «des Fliehens müde» gewesen sei. Am 6. Oktober war er bereits beinahe gefasst worden - und zog sich damals Verletzungen zu. Bei der Erstürmung seines Verstecks am 8. Januar wurden fünf bewaffnete Vertraute Guzmáns getötet.

Die Gefängnisverwaltung überreichte Guzmán eine Ausgabe des Klassikers «Don Quijote» von Miguel de Cervantes. Der Roman sei ein «ausgezeichnetes Buch», angesichts der aktuellen Verfassung des Drogenbosses sei es «die Art Lektüre», die für ihn geeignet sei. (kko/afp)

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