Gwand-Festival: Der Award ging an Simons
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Gwand-Festival: Der Award ging an Simons

Mit der Verleihung des Swiss Textiles Award ging am Samstag die zehnte Ausgabe des Gwand Fashion Festival zu Ende. Der Belgier Raf Simons gewann den Award.

Die Jubiläumsausgabe der Gwand, des grössten Mode-Events der Schweiz, lockte am vergangenen Wochenende Europas Fashion-Victims, Designer und Modejournalisten nach Luzern in die Lumag-Halle – dort, wo sonst Schwingerfeste und Schlagernächte stattfinden.

Im Mittelpunkt des Events stand der Samstagabend: Sieben aufstrebende Labels aus Europa stellten dort während einer zweistündigen Modeschau unter dem Motto «Les plaisirs démodés» ihre Kollektionen vor und hofften auf den Swiss Textiles Award, die mit 155 000 Franken höchst dotierte Modeauszeichnung der Welt. Unter den Jungdesignern befanden sich auch der Däne Henrik Vibskov, der bei seiner Kollektion auf Pyjamas im Baggy-Schnitt und Streifenstoffe setzte – oder der Franzose Yvan Mispelaere, dessen Models dank superkurzen Miniröcken und hohen Absätzen die Blicke der Zuschauer auf sich zogen. Die Juroren wählten schliesslich Raf Simons (35) mit seiner von Streetwear angehauchten Männer-Kollektion zum Sieger. Der Belgier zählt zu den populärsten Vertretern der Antwerper Modeschule. Damit hat der bekannteste Name unter den Teilnehmern auch den grössten Preis eingeheimst.

Bis Simons den Award entgegennehmen konnte, musste das Publikum allerdings ausharren: Nach der Modeschau bedankte sich das Gwand-Team während einer Stunde mit einer so trägen Moderation, dass einige Zuschauer noch vor der Preisübergabe einnickten oder die Halle vorzeitig verliessen.

Claudia Schmid

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