Blondes Gift: Gwyneth Paltrow und der ewige Hass
Aktualisiert

Blondes GiftGwyneth Paltrow und der ewige Hass

Ende der Neunzigerjahre war sie Everbody's Darling - heute ist sie eine der meistgehassten Frauen in Hollywood. Eine Chronologie der Ereignisse.

von
Julia Panknin

Gwyneth Paltrow schafft es einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen: Laut Promiflash.de soll sie für keinen Geringeren als Barack Obama eine Benefizveranstaltung in ihrem eigenen Haus ausrichten.

Anstatt sich über den hohen Besuch zu freuen, boykottieren ihre Nachbarn aber das Spektakel und haben die gesamte Umgebung mit fiesen Plakaten der Schauspielerin gepflastert. Als «Obamas Drohne» wird sie darauf bezeichnet. Und das ist bei weitem nicht die einzige öffentliche Ohrfeige, die die 42-Jährige ertragen muss. Erst letztes Jahr hatten die Leser des «Star»-Magazins sie zum meistgehassten Promi in Hollywood gewählt. Doch wieso hat sich ihr Ruf so verschlechtert?

Wie alles anfing

1972 wurde sie als Tochter der Schauspielerin Blythe Danner und des Regisseurs Bruce Paltrow in Los Angeles geboren - Steven Spielberg ist ihr Patenonkel. Die richtigen Kontakte bekam sie sozusagen in die Wiege gelegt und anfangs sah ja auch alles ganz rosig aus.

Erste Filmrollen, der Oscar und die Männer

An der Seite von John Travolta feierte die kühle Blonde 1991 ihr Debüt in der Musical-Romanze «Shout» - vier Jahre später spielte sie mit Brad Pitt im Thriller «Seven». Und 1998 gewann sie für die Rolle der Viola De Lesseps in der Liebeskomödie «Shakespeare in Love» sogar den Oscar als beste Hauptdarstellerin - der grosse Durchbruch war geschafft.

Glück hatte sie auch in der Liebe. Gwyneth Paltrow datete nur die Heissesten der Heissen - erst verlobt mit Brad Pitt, dann liiert mit Ben Affleck und letztlich verheiratet mit Chris Martin, Frontsänger von Coldplay.

Der Anfang vom Ende

Der grosse Fall auf der Beliebtheits-Skala begann mit ihren provokanten und zum Teil widersprüchlichen Aussagen. So behauptete die dünne Blondine zum Beispiel einmal: «Ich esse, was immer ich möchte. Ich mag Brot und Käse und Wein. Das macht mein Leben schön und genussvoll». Doch dann bringt sie ein Kochbuch auf den Markt, das eine Ernährung gänzlich ohne Alkohol, Milchprodukte und Weizen als das Nonplusultra anpreist. Ihre Glaubwürdigkeit schwindet mit jedem öffentlichen Statement, und online findet man jede Menge Seiten, die die blödesten Aussagen der Gwyneth Paltrow auflisten.

Luxus in der Krise

Richtig ins Fettnäpfchen gesetzt hat sie sich dann auch noch mit der Live-Schaltung ihrer Website Goop.com - eine Woche nach dem Crash der Bank Lehman Brothers. Während die Welt mit angehaltenem Atem auf den Start der nächsten Weltwirtschaftskrise wartet, lanciert Paltrow eine Lifestyle-Plattform mit angegliedertem Luxus-Online-Shop. Dafür hagelte es ein lautes «Fail!» von allen Seiten.

Ist der Ruf erst ruiniert ...

Und auch die Bekanntgabe ihrer Trennung von Ehemann Chris Martin Anfang des Jahres gab böses Blut - allerdings nicht zwischen dem Paar, sondern in den Medien. In einem Beitrag mit dem Titel «Bewusste Entpaarung» schrieb Paltrow auf ihrer Website: «Mit Trauer im Herzen haben wir unsere Trennung beschlossen. Dennoch sind und werden wir immer eine Familie bleiben und sind uns auf besondere Weise näher als je zuvor.» Eine schnöde Scheidung wie bei Otto Normalverbaucher? Nicht für Gwyneth. Sie machte aus der Trennung einen Lifestyle-Event.

Die negative Berichterstattung lässt die «Iron Man»-Darstellerin allerdings kalt. Warum aufregen? Letztes Jahr wurde sie mit 41 Jahren von der Zeitschrift «People» zur schönsten Frau der Welt gekürt und laut dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» ist sie nach wie vor die viertbestbezahlte Schauspielerin der Welt.

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